Franziska Giffey (SPD), regierende Bürgermeisterin von Berlin, auf der Pressekonferenz nach der Sitzung des Berliner Senats. Jetzt kommen strengere Regelungen. dpa/Annette Riedl

In Berlin gilt künftig eine verschärfte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Nach einem Beschluss des Senats ist im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) künftig das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, wie die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung bekannt gab. Die Berliner Infektionsschutzverordnung wurde entsprechend verändert. 

Aus Sicht des Senats sind strengere Corona-Regeln wegen der deutlichen Zunahme bei den Infektionszahlen geboten. Nach den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin am Dienstag bei 737,2, kurz nach Weihnachten waren es noch weniger als 300.

Strengere Corona-Regeln gelten demnächst auch für die Gastronomie. So haben dann nur noch Geboosterte oder doppelt Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem Test Zutritt in Restaurants, Kneipen oder Cafés (2G plus). Berlin setzt damit die Vereinbarungen des Bund-Länder-Gipfels vom vergangenen Freitag um. 

Hintergrund für die erneute Verschärfung ist die Ausbreitung der besonders ansteckenden Virus-Variante Omikron und die erhebliche Zunahme bei den Infektionszahlen. Die Corona-Inzidenz betrug am Dienstag nach den Daten des Robert-Koch-Instituts berlinweit (RKI) 737,2. In den Tagen zuvor lag sie noch unter 700, nach Weihnachten unter 300. Berlin rangiert damit inzwischen im Vergleich der Bundesländer auf dem zweiten Platz. Nur in Bremen wurde am Dienstag eine höhere Zahl registriert. Die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Deutschland betrug knapp 388.

2G-plus-Zugangsregeln auch für Kultur, Freizeit und Sport

Die strengeren 2G-plus-Zugangsregeln gelten in Berlin nicht nur für die Gastronomie. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nannte auch den Kulturbereich mit Theatern oder Opern, den Sport- und den Freizeitbereich sowie Veranstaltungen.

Die Regeln gelten demnach ab zehn Teilnehmern und nicht für Kinder unter 14. Zutritt zu all diesen Angeboten haben ab Samstag (15. Januar) nur noch Geboosterte oder doppelt Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem Test.

In der Diskussion war die 2G-plus-Regel auch für das Einkaufen, dort gilt die Vorschrift nach der Entscheidung des Senats aber nicht. Im Einzelhandel gilt somit vorerst weiter 2G. Zutritt haben also Geimpfte und Genesene.