Corona: Der Teil-Lockdown in Berlin könnte länger dauern. Foto: Imago Images

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen könnte der Teil-Lockdown in der Hauptstadt länger dauern als von Bund und Ländern am Mittwoch vereinbart. „Bis zum Januar“, sagte Müller dem „Tagesspiegel“ auf die Frage, ob Berlin auch über den 20. Dezember hinaus an den Einschränkungen etwa für Kneipen und Restaurants, Kultur- und Freizeitbereich festhalten wolle. „Wir haben hier die besondere Situation der hohen Inzidenzzahlen“, fügte er hinzu.

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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will der Senat bei einer Sondersitzung am Donnerstag über diese Option beraten. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch unter anderem auf einen neuen Wert für sogenannte Corona-Hotspots geeinigt: Ab einer Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sollen Regeln demnach nochmals verschärft werden. Betroffen wäre neben gut 60 Landkreisen Berlin, wo dieser Wert am Mittwoch bei 218,4 lag.

Bürgermeister wirbt um Verständnis

Nach den Beschlüssen warb Müller um Verständnis für die Maßnahmen: „Wir sind in einer Situation, wo es wirklich auch in vielen Bereichen um Leben und Tod geht.“ Er verwies auf hohe Belastungen im Gesundheitswesen und schlimme Folgen einer Infektion für viele Betroffene. Ein Viertel der Intensivbetten in Berlin werde aktuell für Covid-19-Patienten genutzt, von denen viele beatmet werden müssten. Zudem gebe es in Berlin Tage mit 20 bis 30 Verstorbenen: „Hinter jeder einzelnen Zahl verbergen sich menschliche Schicksale und menschliche Tragödien“, so Müller weiter.

Jeder Einzelne müsse sich bewusst machen, was er tun könne, um sich und andere zu schützen, sagte der Bürgermeister. „Und Familienfeste, (...) selbst wenn sie möglich sind, muss man vielleicht auch nicht so groß und in der Form organisieren, wie man es in den letzten Jahren getan hat“, so der Politiker.