Der Autor Sebastian Fitzek sitzt an seinem Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer. dpa/Pedersen

In der Focus-Bestsellerliste rangiert Sebastian Fitzek mit seinem Thriller „Playlist“ auf Platz 2, in den Spiegel-Paperback-Charts steht er mit „Der erste letzte Tag“ auf Platz 8: Der Berliner Autor ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands.  Dabei waren seine ersten Schreibversuche totaler Murks, wie er jetzt zugibt. 

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Thriller-Autor Sebastian Fitzek (50) hat nach eigenen Angaben nie geplant, als Schriftsteller zu arbeiten. „Ich wollte nie Schriftsteller werden“, sagte er im Gespräch mit dem Magazin Bunte quarterly. „Ich wollte Geschichten erzählen. Weil ich viel gelesen habe, war dann das Schreiben meine erste Wahl.“ Am Anfang habe er allerdings gar nicht schreiben können, berichtet er. „Meine erste Story war totaler Murks. Ich musste sie sieben Mal umschreiben.“

Sebastian Fitzek: Sein erster Roman wurde 13 Mal von Verlagen abgelehnt

Doch schon sein Erstlingswerk „Die Therapie“ wurde 2006 nach einem Holperstart (13 Absagen von Verlagen, mehrmals umgeschrieben)  zum Bestseller. Inzwischen verkauft er seine Thriller in Millionenauflagen, er schreibt Kurzgeschichten und Kinderbücher, seine Storys („Der Seelenbrecher“) werden im Theater aufgeführt. Und seit Oktober moderiert er auch im Fernsehen,  zusammen mit Kim Fisher, die Berlin-Ausgabe der Talkshow „Riverboat“.

Sebastian Fitzek moderiert seit Oktober auch die Talkshow Riverboat beim RBB. dpa/Matzka

Ein Thema ist für Fitzek tabu: Gewalt gegen Tiere

Sebastian Fitzek schreibt in den Thrillern über Serienmörder, Auftragskiller und Pädophile. Doch ein Thema ist für ihn in seinen Büchern tabu. „Ich vermeide Gewalt gegen Tiere“, sagte der 50-Jährige. Er komme „aus einem sehr tierlieben Haushalt“. „Wir hatten nach jedem Tierheimbesuch mehr Tiere – Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Fische“, erklärte Fitzek seinen Verzicht darauf, keine Tierquälerei zu beschreiben. Bilder von Tiertransporten etwa ertrage er nicht: „Da klicke ich weg. Da funktioniert mein Verdrängungsmechanismus.“

Dazu passt auch der berufliche Werdegang des in Berlin geborenen Fitzeks Er studierte zunächst Tiermedizin (drei Monate) und wechselte dann zum Studienfach Jura. Vor seinem Erfolg als Schriftsteller arbeitete er für verschiedene Radiostationen, unter anderem als Programmdirektor bei 104.6 RTL.

Sebastian Fitzek im Oktober bei der Premiere des Buches „Playlist“ im ewerk Berlin. dpa/Carstensen