Die Stühle bleiben oben. Ein Chemie-Klassenzimmer im Kant-Gymnasium in Spandau. Foto: Davids/Darmer

Berlins Schulen bleiben auch nach den Winterferien wie geplant geschlossen. Voraussichtlich in der zweiten Februarwoche werde der Senat darüber beraten, ob und wann es möglich ist, wieder Unterricht in größerem Umfang in den Schulen zu ermöglichen, sagt ein Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung.

In Berlin beginnen am Montag für gut 360.000 Schüler an allgemeinbildenden Schulen die Winterferien. Erster Schultag danach ist der 8. Februar. In der ersten Woche nach Ferienende bleibt die Präsenzpflicht laut der Bildungsverwaltung aufgehoben, es gibt schulisch angeleitetes Lernen zu Hause wie bisher während des Lockdowns. Für die Abschlussklassen ist Wechselunterricht möglich, also ein Mix aus digitalem Lernen und Unterricht in Kleingruppen in der Schule.

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Der Lockdown in Berlin ist nach einer Entscheidung des Senats bis zum 14. Februar befristet. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hatte nach dem Senatsbeschluss gesagt, er gehe davon aus, dass man frühestens ab dem 8. Februar darüber diskutieren könne, ob und wie ein schrittweiser Einstieg in den Präsenzbetrieb an den Schulen möglich sei.

Die CDU im Abgeordnetenhaus rechnet damit, dass die Oberschulen in Berlin in der Corona-Pandemie bis Ende Februar geschlossen bleiben. „Es gibt keinen Grund zur Entspannung. Und es gibt auch keinen Grund zu glauben, dass unsere Kinder weniger Träger der Infektion seien als Erwachsene“, sagt der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Dirk Stettner. Er verweist auf eine entsprechende Studie aus Bremen. Bei den Grundschulen könne geprüft werden, ob diese ab Mitte Februar wieder geöffnet werden können, sagt Stettner.

Halbjahreszeugnisse gab es vor Ferienbeginn anders als sonst wegen der Corona-Pandemie nur in Ausnahmefällen. Informationen dazu, wie und wann Schüler die Zeugnisse bekommen, gebe es von den Schulen, so der Sprecher der Bildungsverwaltung. Berlinweite Vorschriften dazu mache der Senat nicht. So könnten die Zeugnisse zum Beispiel zu einem festen Zeitpunkt auf dem Schulhof ausgegeben werden.

Außerdem gibt es dem Sprecher zufolge für Schüler in den Ferien das Angebot, an einer sogenannten Winterschule teilzunehmen. Dort können sie Rückstände aufholen, die möglicherweise entstanden sind, weil es in den zurückliegenden Wochen keinen Unterricht in den Schulen gegeben hat. Die Teilnahme ist kostenlos, es geht vor allem um die Fächer Deutsch und Mathematik. Das Angebot kommt der Bildungsverwaltung zu