Erdbeeren selber pflücken ist in Brandenburg beliebt. dpa

Selbstpflücker aus Berlin drängten auf den überfüllten Parkplatz eines Potsdamer Erdbeerhofs. Einem Verkäufer gingen die Nerven durch. Die Situation eskalierte.

Auf einem Brandenburger Erdbeerhof hat ein Verkäufer die Nerven verloren. Der Mann zog eine Waffe und feuerte einen Schuss ab, weil er die drängelnden Kunden aus Berlin nicht mehr ertragen konnte. Die Brandenburger Polizei ermittelt gegen den Rüpel, berichtet die MAZ.

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Zu dem Vorfall kam es, als am Sonntag immer mehr Selbstpflücker auf dem Potsdamer Erdbeerhof anrückten. Das Obstgut wirbt im Internet mit dem Satz: „Bringen Sie Ihre Kinder, Enkel, Verwandte oder Ihre Freunde mit!“ Doch um die Mittagszeit drohte Überfüllung. Der Betreiber wollte Erdbeerfeld und Parkplatz schließen – dann eskalierte die Situation.

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Kunden hörten nicht auf Anweisungen

Der Obstgut-Betreiber sagte der MAZ: „Da kamen ein paar Autos aus Berlin und wollten trotzdem rauf.“ Ein Mitarbeiter habe sich noch bemüht, die Kunden zum nächsten Hofladen zu lotsen. Doch die Besucher aus der Hauptstadt seien laut geworden, hätten die Einfahrt blockiert, den Straßenverkehr gestört und den Parkplatz-Einlasser körperlich bedroht.

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In dieser Situation sei ein Erdbeerverkäufer hinzugekommen, so der Obstgut-Chef. Der Mann habe sich Gehör verschaffen wollen, habe eine Schreckschusswaffe gezogen – und einen Schuss in die Luft abgefeuert.

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Polizei stellt Waffe sicher und leitet Ermittlungen ein

Die polizeiliche Darstellung des Vorfalls klingt allerdings ein bisschen anders. Der Parkplatzmitarbeiter soll sofort losgebrüllt haben, auch von einer Bedrohung durch Kunden ist nicht die Rede. Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt, Ermittlungen wurden eingeleitet. Verletzte gab es nicht. Nun muss die Polizei herausfinden, wer die Wahrheit sagt.

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