Das Ischtar-Tor von Babylon ist bei der Langen Nacht der Museen im Pergamonmuseum zu sehen.
Das Ischtar-Tor von Babylon ist bei der Langen Nacht der Museen im Pergamonmuseum zu sehen. dpa/Christoph Soder

Jawoll, Corona hat auch das geschafft: Berlins legendäre „Lange Nacht der Museen“ musste mehrfach ausfallen. Jetzt bekommt Berlin seine schönste Nacht des Jahres zurück!

Nach zweijähriger Pause findet Ende August wieder eine „Lange Nacht der Museen“ in Berlin statt. Insgesamt 70 Ausstellungshäuser öffnen am 27. August zwischen 18 und 2 Uhr ihre Türen für Besucher, teilte die Kulturprojekte Berlin GmbH am Dienstag mit. Neben großen, zentralen und bekannten Museen sind auch etliche kleinere oder neue Häuser erstmalig dabei.

Dazu zählen etwa der Hamburger Bahnhof, das Stabi Kulturwerk, das neue Samurai Museum Berlin oder das Futurium. Alle Museen können am letzten Samstag im August mit nur einem Ticket besucht werden. Tickets sind ab 1. August 2022 erhältlich, hieß es. Auch das komplette Programm wird zu diesem Datum im Internet veröffentlicht.

Geboten wird laut Kulturprojekte Berlin ein spektakuläres Programm an vielen Orten in der Hauptstadt. Es reiche von Ausstellungen und Inszenierungen über Konzerte und Gesprächssalons bis hin zu zahlreichen weiteren spannenden Events.

2019 konnte sich die Bilanz durchaus sehen lassen: Über 40.000 Besucher folgten der Einladung der 75 an der 39. Ausgabe beteiligten Berliner Museen. „Zusammen macht eine solche Veranstaltung nicht nur mehr Spaß, sie ist auch erfolgreicher“, so Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin, über die Gemeinschaftsleistung der Berliner Museen in Zusammenarbeit mit Kulturprojekte Berlin.

40.000 Besucher bei der „Langen Nacht der Museen“ 2019

Unter anderem wollten 9700 Besucher die Nofretete im Neuen Museum sehen, 6600 das Ischtar-Tor im Pergamonmuseum, 6000 das Pergamon-Panorama von Yadegar Asisi. Meist besuchtes Haus war erneut das Museum für Naturkunde Berlin. 10.500 Besucher erkundeten die gigantischen Dinosaurierskelette, seltenen Steine und uralten Meteoriten.

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Großen Andrang gab es 2019 auch wieder im Deutschen Spionagemuseum (8500), Deutschen Historischen Museum (8300) und Deutschen Technikmuseum (6900). Auch die erstmalig teilnehmenden Häuser weckten großes Interesse: das PalaisPopulaire (2200) im ehemaligen Prinzessinnenpalais feierte in einer großen Ausstellung den „Summer of Love“ 1967, und in der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum (2300) drehte sich in dieser Nacht alles um Buchstaben. Aber auch kleinere Häuser hatten großen Zulauf, wie das Anne Frank Zentrum, dessen neue Dauerausstellung über 1000 Besucher anzog.

Tickets kosten in diesem Jahr 18 Euro, ermäßigt zwölf Euro, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Die Tickets gelten ab 18 Uhr für alle teilnehmenden Museen und die beiden Bus-Shuttle-Routen. www.lange-nacht-der-museen.de