Kann diese Petition die Shows von Rammstein verhindern?
Schock für Fans von Rammstein! Zehntausende fordern: Konzerte in Berlin absagen
Es gibt immer mehr Konsequenzen für die Mitglieder der Band – und bald auch für die Fans? Tausende Menschen fordern nun, dass die Shows in Berlin abgesagt werden.

Die Situation um die Rocker von Rammstein spitzt sich immer weiter zu. Allein in dieser Woche wurde bekannt, dass nach den Vorwürfen gegen die Band nun die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt, Das Plattenlaben „Universal“ legte die Marketing-Aktionen für die Alben der Band auf Eis – und der Podcast „Tastenficker“ von Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz bei Radioeins pausiert. Es gibt immer mehr Konsequenzen – bald auch für die Fans? Im Netz haben inzwischen Tausende Menschen eine Petition unterschrieben, die die Konzerte in Berlin verhindern will.
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Mitte Juli – am 15., 16. und 18. – spielen die Musiker von Rammstein im Berliner Olympiastadion. Das heißt: Bisher. Denn nachdem es nach und nach immer mehr Konsequenzen für die Band und ihre Mitglieder gibt, fragen sich viele Fans, ob eine Absage der Konzerte noch möglich wäre. Zwar sieht es momentan so aus, dass die Shows der Band um Frontmann Till Lindemann stattfinden können. Doch im Rahmen einer Petition verlangen immer mehr Menschen eine Absage.
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Petition will Konzerte von Rammstein in Berlin verhindern
Solche Unterschriften-Aktionen gab es auch für andere Städte, darunter Wien: Auch hier wurde gefordert, dass die Konzerte im Ernst-Happel-Stadion abgesagt werden. Und nun auch Berlin: „Der Rammstein-Sänger Till Lindemann soll junge Frauen bei Konzerten reihenweise und systematisch sexuell missbraucht haben“, heißt es im Text zur Petition. „Die Band lässt sich weiter feiern – momentan ist sie in ganz Europa auf Tour.“

Mitte Juli komme Lindemann nach Berlin, um an drei ausverkauften Abenden vor 75.000 Menschen im Olympiastadion zu spielen, heißt es weiter. „Doch solange die Vorwürfe nicht geklärt sind, sind Konzerte der Band kein sicherer Ort für Mädchen und Frauen. Jetzt gilt es zu zeigen, dass Berliner*innen mutmaßlichen Tätern #KeineBühne bieten.“ Machtmissbrauch sei in der Medien- und Kulturbranche kein Einzelfall. „Wir glauben den Opfern von sexualisierter Gewalt.“
Hat diese Petition Folgen für weitere Konzerte von Rammstein?
Die Petition richtet sich gezielt an Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, Joe Chialo, Berlins Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Timo Rohwedder, Geschäftsführer Olympiastadion Berlin GmbH. „Das Olympiastadion ist im Besitz des Landes Berlin. Damit ist die rot-schwarze Landesregierung in der Verantwortung“, heißt es. „Sie kann sich dafür einsetzen, dass das Olympiastadion die Verträge mit Rammstein kündigt.“
Spranger hatte bereits bekräftigt, bekräftigt, dass es in den Liegenschaften des Landes keine Aftershow-Partys der Band geben wird. „Die Vorwürfe wiegen so schwer, dass ich dem Schutz und der Sicherheit der Frauen absoluten Vorrang gegeben habe und die Mietverträge, die angestanden hätten für die Aftershow-Partys, unterbunden habe“, sagte sie im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. „In Berlin wird es in den Liegenschaften, die ich zu verantworten habe, keine Aftershow-Partys der Band Rammstein geben.“

Der Initiatorin der Petition geht das nicht weit genug. „Die Übergriffe dürfen sich nicht wiederholen. Die Rammstein-Konzerte müssen abgesagt werden! Berlin darf nicht zum Ort für sexuellen Missbrauch werden! Wir feiern keine Täter!“ Schockierend für die Fans der Band: Während in Wien gerade einmal knapp 10.000 Menschen für die Absage der Konzerte unterschrieben, haben die Petition in Berlin inzwischen rund 45.000 Menschen unterschrieben.
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Hat die Petition Erfolg, könnte das auch Konsequenzen für andere Städte haben, schreiben die Initiatoren. „In Berlin haben wir gute Chancen, die Konzerte zu stoppen. Denn hier gibt es eine ganz konkrete Handhabe über die Landesregierung“, heißt es in der Petition gegen Rammstein. „Wenn wir in Berlin Erfolg haben, kann das auch private Betreiber von Eventlocations in anderen Städten unter Druck setzen. Jeder Raum weniger für die Machenschaften von Lindemann zählt!“
Die Vorwürfe gegen Rammstein und Till Lindemann wurden bereits über Anwälte zurückgewiesen. „In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, Twitter und bei YouTube, wurden von diversen Frauen schwerwiegende Vorwürfe zulasten unseres Mandanten erhoben“, hieß es in einem Schreiben . „So wurde wiederholt behauptet, Frauen seien bei Konzerten von Rammstein mithilfe von K.o.-Tropfen beziehungsweise Alkohol betäubt worden, um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr.“