Astrid-Sabine Busse, Berliner Bildungssenatorin, hatte offenbar einen Schwächeanfall. dpa/Koall

Bei dem Pensum, das unsere Politiker zu leisten haben, kann man schnell aus den Latschen kippen. Jetzt ist es Astrid-Sabine Busse (SPD) passiert, die genaue Ursache wurde nicht mitgeteilt: Berlins Bildungssenatorin musste von einem Rettungswagen abgeholt worden.  „Das war ein kleiner Schreck für mich, aber mir geht es wieder gut“,  ließ sie dem KURIER ausrichten.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Tagesspiegel am Mittwochabend.  Busse war bei der Digitalveranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft Bildung erwartet worden. Dort konnte sie allerdings nicht mehr auftreten, weil sie von einem Rettungswagen aus ihrem Büro an der Bernhard-Weiß-Straße abgeholt worden war.

Sie habe unter plötzlich auftretenden Schmerzen gelitten, das wollten ihre Mitarbeiter vorsorglich abklären lassen, erklärte ihr Sprecher, ohne  ins Detail zu gehen.

Nach KURIER-Informationen soll es sich weder um einen Schwächeanfall noch ein Herzproblem gehandelt haben.

Sabine Busse arbeitet jetzt im Homeoffice

Busse kam kurz ins Krankenhaus, befindet sich jetzt  aber wieder zu Hause. Ihre Akten bearbeitet sie  vom Homeoffice aus. Ihre Verwaltung geht davon aus, dass sie am Montag wieder ihren Dienst im  Büro antreten wird. Für die Sitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag ließ sie sich entschuldigen.

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Astrid-Sabine Busse ist seit dem 21. Dezember 2021 Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. Sie trat die Nachfolge von Sandra Scheeres (SPD) an, welche das Amt zehn Jahre innehatte. Ihr Hauptziel in den kommenden Jahren ist die umstrittene Verbeamtung der Lehrer in Berlin.

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Immer wieder kommt es bei Politikern, die im Stress stehen, zu gesundheitlichen Problemen. Prominentester Fall in Berlin ist sicher Gregor Gysi von der Linken. Dreimal versagte ihm das Herz und im Kopf drohte im Jahr 2004 sogar eine Ader zu platzen. Aber was machte Berlins ehemaliger Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen? Kaum war er genesen, saß er schon wieder in Talkshows und Parlamenten. Das mörderische politische Geschäft kann die Gesundheit ruinieren, ist aber für viele zugleich eine Art Droge, von der man so schnell nicht wieder loskommt.

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