Die Palme an der BND-Zentrale - Kunst am Bau - wurde zum Wüstensymbol: Stundenlang hatte der Nachrichtendienst am 1. April kein Wasser.  Foto: dpa/Michael Kappeler

April, April – und plötzlich ist es Ernst. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) hatten einen Aprilscherz losgelassen, dass man jetzt Wasserrohrbrüche im Vorab bestellen könne, damit sie nicht mehr so plötzlich und zu ungünstigen Zeiten eintreten. Und dann trat doch überraschend ein Ausfall ein: Die Zentrale des Bundesnachrichtendiensts (BND) an der Chausseestraße fand sich am 1. April plötzlich auf dem Trockenen.

Die BWB hatten einen Hausanschluss zu dem riesigen Komplex gekappt, aber nicht einfach so. Bereits 2016 hatte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung verlangt, die Hausleitung von der Chausseestraße aus stillzulegen. Offenbar, weil dort Arbeiten der BVG am U-Bahn-Tunnel anstanden. Es stünde auch eine zweite Leitung zur Verfügung.

Das mit den Tunnelarbeiten verzögerte sich, erst jetzt gingen die Vorbereitungsarbeiten der BWB los. Bei der Gelegenheit entschied der Bauleiter, der Aufforderung von 2016 zu folgen.

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Nach Informationen des Berliner KURIER hatte das zur Folge, dass in dem riesigen Gebäude ganz oder teilweise kein Wasser mehr aus den Hähnen oder in die Spülkästen der Toiletten floss.

In aller Eile wurde das Rohr dann wieder zusammengesetzt, damit der Nachrichtendienst nicht weiter auf dem Trockenen sitzt.

Der BND verwies auf Anfrage an die für das Gebäude verantwortlichen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Die teilte kurz mit, dass es ungefähr zwischen 10 und 13.30 Uhr im mittleren Teil des Komplexes kein Wasser gegeben habe, wusste ansonsten nur zu sagen, dass Bauarbeiten der Wasserbetriebe Chaussee- Ecke Habersaathstraße die Ursache waren.