1 Meter breit und designt wie eine Raumstation: das Kapsel-Hostel Space Night/PR

Wie abgefahren ist das denn! In Berlin gibt es jetzt ein Kapsel-Hostel. Die Räume sehen aus wie Zimmer auf einer Raumstation.

Berliner Herbergen müssen sich dieser Tage ja einiges einfallen lassen, damit ihre Zimmer belegt sind. Die Touristen reisen zwar wieder in Scharen in die deutsche Hauptstadt, aber an der Spree gilt 2G, und die Pandemie zwingt auch Hoteliers zu besonderen Hygienemaßnahmen. Viele Betriebe haben ihre Wellnessangebote und ihren gastronomischen Service eingeschränkt, was manchen Gast abschreckt.

Ein besonders attraktives und im Wortsinn spaciges Angebot hat das Space Night in der Leipziger Straße in Mitte im Angebot. Das Hostel bietet Zimmer an, die wie Miniatur-Raumkapseln aussehen. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie sich eine Nacht im Weltraum anfühlt, kann hier reinschnuppern und sich einen ersten Eindruck verschaffen.

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Die Kapseln gibt es in zwei Ausführungen. Als Einzelkapsel mit einem Meter Breite und als Doppel-Kapsel für zwei Personen mit 1,60 Meter Breite. Alle Kapseln werden 15 Minuten mit UV-Strahlen ausgeleuchtet, heißt es, damit Viren und Bakterien abgetötet und Oberflächen keimfrei gehalten werden.

Unter Globetrottern ist das Kapsel-Hotel noch immer ein Geheimtipp

Standardmäßig gibt es für alle Räume Komfortmatratzen, eine LED-Lichtsteuerung, einen persönlichen Safe und, ganz wichtig, eine individuell regelbare Lüftung.

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Eröffnet wurde das Space Night Capsule Hostel Berlin im Juli 2021, und auch wenn es bereits viele begeisterte Gäste gibt, gilt das Hostel unter Globetrottern noch immer als Geheimtipp. Kurios ist, dass es auf den einschlägigen Hotelbewertungsportalen so gut wie keine Einträge gibt. Man muss sich also schon selbst einen Eindruck verschaffen.

Kapsel-Hostel ist auch für die Berliner Kulturszene wichtig

Berlins Tourismus-Chef Burkhard Kieker von Visit Berlin dürfte es gefallen, wenn es in Berlin, auch wegen solcher Herbergen, wieder brummt. Im Mai wirkte er noch ziemlich konsterniert, als er im Gespräch mit der Berliner Zeitung sagte: „In der Corona-Krise ist Berlin übergangslos von Overtourism an einigen wenigen Orten in den härtesten stadtweiten Undertourism gerutscht. Dieser Undertourism schmeckt bitter, weil viele Familien ihre Einkünfte verloren haben.“

Und weiter: „Unser Kultur-Monitoring hat ergeben, dass 75 bis 95 Prozent der Besucher von Berliner Kulturveranstaltungen von außerhalb Berlins kamen. Deshalb ist es auch für die Kulturszene so wichtig, dass die Berliner Hotels wieder Touristen empfangen. In der Krise haben die Berliner gelernt, dass das, was wir als Flair dieser Stadt wahrnehmen, zum großen Teil von unseren Gästen bezahlt wird. Und dass dieses Biotop schnell eingeht, wenn niemand mehr kommt.“

„Space Night Capsule Hostel Berlin“ in der Leipziger Straße 45. Die Zimmer kosten 33 bzw. 59 Euro pro Nacht.