Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) besucht eine Ferienschule im Oberstufenzentrum (OSZ) Bekleidung und Mode in der Kochstraße. dpa/Jörg Carstensen

Angesichts explosionsartig steigender Corona-Zahlen in der Hauptstadt kommen Zweifel auf, ob die Schulen gerüstet sind für eine möglicherweise bevorstehende vierte Pandemie-Welle. Doch Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres will am Präsenzunterricht im neuen Schuljahr festhalten. Darauf hat die SPD-Politikerin am Donnerstag beim Besuch eines Oberstufenzentrums in Kreuzberg hingewiesen. Auch angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Corona-Infektionszahlen setzt Scheeres wie angekündigt auf Präsenzpflicht für alle Jahrgänge.

Luftfilter, Impfungen, Maskenpflicht

Der Infektionsschutz in den Schulen sei gut organisiert. „Jeder Schüler wird zweimal die Woche getestet“, sagte die Bildungssenatorin. Es gebe Luftfiltergeräte, ein Impfangebot für die Pädagoginnen und Pädagogen und weiter die Pflicht, Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. „Natürlich ist mein Ziel, in den Präsenzunterricht zu gehen“, betonte die SPD-Politikerin. „Ich werde zugeschüttet mit Briefen.“ Eltern schrieben ihr darin: „Bitte halten Sie am Präsenzunterricht fest. Das ist so wichtig für unsere Kinder.“

„Das Robert Koch-Institut sagt ganz klar, dass das Thema Inzidenzen nicht der einzige Orientierungspunkt mehr sein kann“, so die Senatorin. „Aber wir werden das natürlich ganz genau beobachten.“ Sorgen über die Pandemie mache sie sich die ganze Zeit. „Es sind echt harte anderthalb Jahre gewesen und ich finde, dass wir auch zum Sommer nicht vergessen dürfen, wie schwierig die Situation für unsere jungen Menschen war.“

Ihr Krisenstab habe wegen der Vorbereitungen auf das neue Schuljahr in den Ferien durchgetagt. Noch vor Schulbeginn werde es außerdem eine Sitzung des Hygienebeirat geben sowie ein Treffen mit den Amtsärzten.