Vor dessen Wohnung lauerten die Täter dem Polizisten auf.  Foto: imago images/Frank Sorge

Ein Bundespolizist ist in Köpenick überfallen worden. Nach Informationen des Berliner KUIRIER war der 29-jährige Polizeimeister, der am Flughafen BER eingesetzt ist, am Mittwoch gegen 17 Uhr nach Hause gekommen. Vor seinem Haus im Ortsteil Adlershof lauerten dem Beamten, der in Zivil unterwegs war, fünf Männer auf. Sie kreisten ihn ein, beleidigten ihn und zogen ihm von hinten einen Stoffbeutel über den Kopf und schlugen und traten auf ihn ein.

Polizist ist Kampsportler

Allerdings waren die Angreifer an den Falschen geraten. Denn der Polizist ist Kampfsportler. Er konnte sich befreien und wehrte sich. Einen der Täter verfolgte er durch Adlershof und konnte dabei per Handy seine Kollegen von der Landespolizei alarmieren. Mithilfe von Beamten vom Abschnitt 36 konnte der Bundespolizist den Mann festnehmen. Nach Angaben von Beamten handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 42-Jährigen. Er ist der Polizei bereits wegen anderer Gewaltdelikte bekannt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Täter wieder frei

Der Mann musste auf einer Polizeidienststelle seine Fingerabdrücke abgeben und sich fotografieren lassen. Weil er angetrunken war, wurde ihm Blut entnommen. Dann setzten ihn die Polizisten mangels Haftgründen wieder auf freien Fuß. Der angegriffene Bundespolizist, der unter anderem eine Gehirnerschütterung erlitten, wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde.

In einer ersten Befragung soll der Bundespolizist angegeben haben, dass er die Angreifer schon einmal in der Nähe seiner Wohnung gesehen habe, als er Uniform trug. Er vermutet, dass sie ihn angriffen, weil er Polizist ist.

Hinterhältiger Angriff

„Dieser hinterhältige gezielte Angriff zeigt, welchem Risiko Polizisten auch außerhalb des Dienstes ausgesetzt sind und dass Kriminelle nicht mal davor zurückschrecken, sie am eigenen Wohnort aufzusuchen“, sagte Lars Wendland von der Gewerkschaft der Polizei in der Bundespolizei Berlin-Brandenburg. „Wir hoffen, dass sich unser Kollege schnellstmöglich von dieser entsetzlichen Attacke erholt und auch der Gesetzgeber versteht, warum wir als GdP immer wieder auf den notwendigen Identitätsschutz verweisen.“