Die Homeschooling wird auch in Berlin noch einige Wochen gehen. Foto: imago images/Oliver Müller

Die Senatsverwaltung für Bildung geht davon aus, dass die Plattform Lernraum Berlin wieder stabil funktioniert. Am Montag hatte es nach dem Ende der Weihnachtsferien erhebliche Probleme damit gegeben. Unter anderem auf Twitter gab es zahlreiche zum Teil wütende Kommentare über lange Wartezeiten oder darüber, dass es nicht möglich gewesen sei, sich anzumelden. Am Dienstag waren zumindest viele Inhalte für den Online-Unterricht nicht gleich auffindbar. Probleme in der Dimension vom Tag davor gab es aber nicht. Die Zugriffszahlen seien sehr hoch gewesen, sagte der Sprecher der Bildungsverwaltung, Martin Klesmann. „Und das Arbeiten dort funktioniert.“

Am Montag habe die hohe Zahl der Nutzer dazu geführt, dass der Lernraum kaum erreichbar gewesen sei, räumte Klesmann ein. Das Zuse-Institut Berlin, bei dem die Server für den Lernraum stehen, habe drei eigentlich für andere Zwecke vorgesehene Hochleistungsrechner zur Verfügung gestellt, so dass der Lernraum derzeit wieder stabil sei und von Schulen genutzt werden könne.

Der Lernraum ist Klesmann zufolge in den Wochen nach dem ersten Lockdown im Frühjahr schnell ausgebaut worden. Trotz deutlich gestiegener Nutzerzahlen habe es keine nennenswerten Probleme gegeben. Bis Dezember seien sehr viele weitere aktive Nutzer hinzugekommen. „Am ersten Tag des zweiten Lockdowns kurz vor Weihnachten zeigten sich aber dann die Wachstumsschmerzen überdeutlich: Der Lernraum war für einen Tag schwer erreichbar“, sagte Klesmann.

Die hohe Zahl zusätzlicher Nutzer hätte eine sehr viel höhere Rechnerleistung notwendig gemacht. Außerdem sei die Software nicht frei von Fehlern gewesen. Seit Mitte Dezember arbeitet die Bildungsverwaltung mit zusätzlichen externen Dienstleistern zusammen, die schon über Weihnachten und Silvester versucht hätten, die Open-Source-Software zu verbessern. Weiterhin werde nun parallel zum Routinebetrieb an einer schlankeren Neustrukturierung des Lernraum-Programms gearbeitet.