Berlin: Matthias Schweighöfer küsst seine Freundin Ruby O. Fee beim Premierenscreening des Netflix-YouTube-Films „I AM (not your Baby)“.
Berlin: Matthias Schweighöfer küsst seine Freundin Ruby O. Fee beim Premierenscreening des Netflix-YouTube-Films „I AM (not your Baby)“. dpa/Annette Riedl

Man sollte niemals neidisch auf das Glück anderer Menschen sein, das bringt immer nur Unglück. Aber die Art, wie Ruby O. Fee ihr Dasein inszeniert, die Kraft, die stille Hoffnung und das Urvertrauen, die dabei mitklingen und zum Gelingen dieses fast schlafwandlerischen Lebensprojekts beitragen, kann einen schon eifersüchtig machen. Bei einem Netflix-Screening in Berlin konnte man ihr großes Glück jetzt sehen.

Neulich erzählte die 26-jährige Schauspielerin dem Magazin Bunte, wie der geheimnisvolle Apparat ihrer Beziehungen funktioniert. „Natürlich gibt es im Leben nichts geschenkt. In jeder Beziehung steckt eine Menge Arbeit“, sagte Fee, die mit Matthias Schweighöfer (41) liiert ist. „Aber mit Matthias ist es total schön, weil wir beide viel voneinander gelernt haben, dadurch sind wir noch enger zusammengewachsen.“ In Schweighöfer habe sie ihre Heimat gefunden.

Man konnte das jetzt wieder sehen, als Ruby in der „Location Spielfeld“ in Berlin-Oberschöneweide 100 geladenen Gästen ihr neuestes Projekt vorstellte: Beim Premierenscreening der Netflix-Serie „I AM (not your Baby)“ zeigte sie sich happy und zufrieden an der Seite von Schweighöfer und machte so deutlich, dass ihr das mindestens ebenso viel bedeutet wie ihre gesamte Arbeit.

Ruby O. Fee ist mit ihrem inneren Kind auf der Suche nach sich selbst

„I AM“ ist eine neue Porträtreihe von Netflix auf YouTube. In der 3. Folge dieser außergewöhnlichen Reihe begibt sich das frühere Hippie-Mädchen Ruby O. Fee mit ihrem inneren Kind auf die Suche nach sich selbst. Und das ist keine leichte Aufgabe für diese junge Schauspielerin, die Zuschauer aus Filmen wie „Bibi & Tina“ oder „Lindenberg! Mach dein Ding“ kennen.

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Netflix-Premierenscreening von „I AM (not your Baby)“ in Berlin. Schauspielerin Ruby O. Fee neben ihrer Kollegin Emily Cox.
Netflix-Premierenscreening von „I AM (not your Baby)“ in Berlin. Schauspielerin Ruby O. Fee neben ihrer Kollegin Emily Cox. dpa/Annette Riedl

„Vom Nacktstrand auf den Roten Teppich in Berlin“, titelte vor Kurzem eine große Tageszeitung in Berlin und beschrieb mit diesen Worten die bisherige Laufbahn von Ruby. Natürlich ist das ein bisschen zugespitzt und übertrieben formuliert, aber ein Körnchen Wahrheit steckt doch drin, wie der kurze und atmosphärisch dichte Netflix-Film beweist.

In „I AM (not your Baby)“ werden wir Zeuge, wie Ruby O. Fee sich selbst gebiert. Wir sehen sie mit einer lebenden Miniaturausgabe von sich im Auto sitzen, und die kleine Ruby ist dabei die Beifahrerin und Fragestellerin. Natürlich ist das Mädchen überrascht von dieser Frau, die sie selbst einmal werden wird.

Im Netflix-Film von Ruby O. Fee geht es nicht um biografische Wahrheit

Ruby, die Große, erzählt dem Kind von Schlüsselmomenten, die ihm noch bevorstehen. Von ihrer schwierigen Schulzeit in Berlin und dem sehnlichen Wunsch, früh auf eigenen Beinen zu stehen –und wie es ist, als Hippie aufzuwachsen.

Aber Achtung: Der Film ist durchtränkt von Autofiktion. Es geht nicht um biografische Wahrheit oder historische Tatsachen, es geht um das große Gefühl. Netflix nennt das „Visual Realness“, ein Erzählen innerer Welten in Bildern. Nie weiß man genau, was ist passiert und was denkt sich Ruby, die ihre innere Landschaft bereist, gerade aus.

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Gezeigt werden soll also, wie jede Zelle, jedes Gefühl, jede Erinnerung, jedes Erlebnis unsichtbar mit allem „Anderen“ in uns verknüpft ist, dass diese Verknüpfungen in jeder nur denkbaren Ausprägung Variationen ein und desselben Themas sind. In einer Welt, die um Fakten ringt und gegen Verschwörungskohorten kämpft, ist das ein mutiges, fast schon romantisches Statement. Auch und vor allem von Regisseurin Linda-Schiwa Klinkhammer.