US-Produzent Frank Doelger (ganz links) stellt in Berlin die Serie „Der Schwarm“ vor.  Daneben: Leonie Benesch, Rosabell Laurenti Sellers, Regisseurin Barbara Eder, Alexander Karim und Klaas Heufer-Umlauf. imago/Eventpress Fuhr

Sein Buch schlug ein wie eine Tsunami-Welle. Als Frank Schätzing im Jahr 2004 seinen Meeres-Öko-Thriller „Der Schwarm“ veröffentlichte, waren Filmproduzenten aus aller Welt hin und weg und hätten den Roman am liebsten gleich in die Kinos gebracht. Aber erst jetzt, 18 Jahre später, zeichnet sich ab, wann der lesenswerte Thriller endlich zu sehen sein wird: „Der Schwarm“, nach Frank Schätzings Bestseller, wird ein internationales Serien-Event! Daran ist unter anderem auch das ZDF beteiligt.

Am Dienstag wurde das 40-Millionen-Projekt im Glashaus in der Arena Berlin vorgestellt. Während Schätzing (er ist auch Executive Producer) krankheitsbedingt nicht an die Spree reisen konnte, schaute „Game of Thrones“-Produzent Frank Doelger als Hauptverantwortlicher vorbei. Außerdem die Schauspielerinnen und Schauspieler Leonie Benesch („Babylon Berlin“), Rosabell Laurenti Sellers („Game of Thrones“), Alexander Karim („The Lawyer“) und Klaas Heufer-Umlauf aus dem hochkarätig besetzten, internationalen Cast.

Die Serie befindet sich noch in der Postproduktion. Die Ausstrahlung im ZDF ist für das Frühjahr 2023 geplant. Allerdings: Wenn es nach Doelger ginge, würde die Serie ihre Weltpremiere auf der Berlinale 2023 feiern. Aber das letzte Wort hätten natürlich die Sender und Partner, so der US-Produzent.

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Das offizielle Werbeplakat zur Serie „Der Schwarm“ Intaglio Films

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Jede Episode von „Der Schwarm“ kostet mehr als 5 Millionen Euro

Doelger: „Als wir von ZDF Enterprises und der Beta Group gebeten wurden, Intaglio Films zu gründen, um Dramen für den internationalen Markt aufzubereiten, waren wir uns einig, das Thema muss ein internationales Projekt sein. Die Neukonzeption von ‚Der Schwarm‘ als achtteilige Miniserie, die in der Gegenwart spielt und deren Darstellerinnen und Darsteller die fortgeschrittene menschliche Diversität widerspiegeln, Menschen, die sich für einen wissenschaftlichen Beruf entscheiden, passte perfekt in die Vorgabe. Auch die gemeinsame Einsicht der Charaktere und ihr Kampf, anderen begreiflich zu machen, dass ‚wenn die Ozeane sterben, wir alle sterben.“

Die Partner geben über fünf Millionen Euro pro Episode aus – das ist in etwa doppelt so viel wie für „Babylon Berlin“, hieß es. Rund ein Drittel davon trägt das ZDF.

Im „Schwarm“ geht es um die Bedrohung der Menschheit durch eine unbekannte Schwarmintelligenz aus dem Meer. Natürlich ist der Mensch nicht ganz unschuldig an dem Phänomen.

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