Lothar H. Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts in Berlin Foto: imago images/Jürgen Heinrich

Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) hält es bei steigenden Corona-Infektionszahlen für möglich, Risikogebiete komplett abzuriegeln.

Vor neun Monaten habe er eine solche Maßnahme noch für undenkbar gehalten, sagte Wieler dem Nachrichtensender Phoenix. Inzwischen halte er das aber für vorstellbar.

Eine Abriegelung von Risikogebieten würde bedeuten, dass etwa Städte wie Cottbus, Mainz, Bremen, München, Köln oder auch Berlin von Polizei oder Militär abgeschottet werden müssten.

Wieler kritisierte die Beschlüsse, die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ländern am Mittwoch vereinbart hatte. Ihm fehle die „Verbindlichkeit“. Einige Maßnahmen seien nur Empfehlungen. Der RKI-Chef sprach sich für eine generelle Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und für das Beherbergungsverbot aus.