Ein Lottoschein und ein Kugelschreiber liegen in einer Annahmestelle auf dem Tresen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Illustration
Ein Lottoschein und ein Kugelschreiber liegen in einer Annahmestelle auf dem Tresen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Illustration Philipp von Ditfurth/dpa/Illustration

Was würden Sie mit 23 Millionen machen? Ein Haus kaufen, Urlaub machen, der Krise entspannter entgegen sehen. Spenden, Anlegen, eine Riesen-Sause veranstalten. Mit einem Lotto-Gewinn von 23 Millionen lässt sich unbeschwerter in die Zukunft sehen.

All das könnte ein Gewinner nun gedanklich hin und her wälzen, wenn er doch bloß von seinem Glück wüsste. Die Brandenburg Lotto GmbH sucht einen Glückspilz, der vor knapp drei Wochen sechs Richtige plus Superzahl getippt und damit den Jackpot von mehr als 23 Millionen Euro abgeräumt hat.

Lotto-Tippschein vor drei Wochen in Potsdam abgegeben

Der Tippschein sei am 17. Juni in einem Shop in der Landeshauptstadt Potsdam  abgegeben worden, berichtete die Lotto-Gesellschaft am Freitag. Sie appellierte an die Potsdamer und Gäste der Landeshauptstadt nachzuschauen, ob vielleicht noch eine ungeprüfte Spielquittung in ihren Taschen, in einem Sammelbecher oder auf dem Schreibtisch schlummere.

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Die Glückszahlen lauten 18-23-26-37-45-46 von der Ziehung am 18. Juni befanden sich in der siebten Spalte des Spielscheins mit sieben Tipps für zwei Ziehungen, wie die Lotto GmbH mitteilte. Für den Megagewinn von 23 243 357,90 Euro kam die Superzahl 2 als letzte Ziffer der Losnummer hinzu.

Was passiert wenn man Lotto-Tippschein verliert

Schon öfter kam es vor, dass Lottogewinner erst mit Verzögerung ausfindig gemacht wurden. Mal fehlte der Tippschein, mal musste sich der Gewinner erst mental wappnen, bis er den Gewinn geltend machen wollte.

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In Frankreich gab es sogar den irren Fall, dass ein Lottospieler den JAckpot von 168 Millionen geknackt hatte. Dumm nur, dass er den Tippschein verloren hatte. Eine Frau hatte diesen gefunden und versuchte ihn einzulösen, erfolglos. Denn in Frankreich muss bei einem Gewinn der Lottoschein vorgelegt und die Identität bestätigt werden. Anstatt dem Gewinner einfach den Tippschein zurückzugeben, weigerte sich jedoch die Finderin und behielt ihn für sich. Am Ende gab es einen Kompromiss und die Frau bekam 12 Millionen.

Drei Jahre Zeit, Gewinn abzuholen

Seit 2016 gilt für LOTTO 6aus49 und Eurojackpot die gleiche gesetzliche Regel: Jeder Lottogewinner hat 3 Jahre lang Zeit seinen Gewinn geltend zu machen - das heißt, ihn sich auszahlen zu lassen - bevor dieser sich drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde, verjährt/verfällt. Bei höheren Jackpots räumen die Lotteriegesellschaften den glücklichen Gewinnern auch mal eine längere Zeitspanne bis zur Verfallsfrist ein.

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Wurde ein Lottogewinn nicht rechtzeitig abgeholt, fließen alle Gewinnsummen bis 100 000 Euro in die nächste Ziehung.

Nicht abgeholte Gewinne über 100.000 Euro kommen dem sogenannten Ausgleichsfonds für Sonderauslosungen zu Gute. Hierüber können bis zu dreimal in einem Kalenderjahr die verbliebenen Gewinne als Zusatzgeld verlost werden, manchmal auch in materieller Form als Autos oder Traumhäuser.