Heizpilze - wie hier vor dem Schloss Charlottenburg - sind in diesem Jahr in Reinickendorf erlaubt. Foto: imago images/Müller-Stauffenberg

In Reinickendorf können Kneipen- und Restaurantgäste im Herbst und Winter voraussichtlich unter Heizpilzen draußen sitzen. Die Geräte können auf Antrag ausnahmsweise bis Ende März genehmigt werden, wie der Bezirk  mitteilte. Das Bezirksamt habe dies angesichts der existenzbedrohenden Situation für Gastwirte in der Corona-Krise einstimmig beschlossen.   

"Da Heizpilze auf privaten Flächen ohnehin genutzt werden dürfen, stellt sich das Bezirksamt nicht dem Wunsch entgegen, diese auch auf öffentlichen Flächen einsetzen zu dürfen", hieß es. "Mit Rücksicht auf das Klima wird allerdings empfohlen, elektrisch betriebene Heizstrahler mit Ökostrom zu verwenden."

Heizpilze auf öffentlichem Boden sind seit 2009 in einer Reihe von Bezirken verboten. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) will am Freitag mit den Bezirksbürgermeistern sowie Vertretern der Gastronomie und der Industrie- und Handelskammer darüber reden, wie die Gastronomen in der Coronakrise über den Winter kommen können.

Pop hatte am Montag angeregt, Gastronomen im Winter Heizmöglichkeiten für den Aufenthalt im Freien zu erlauben, den zusätzlichen Kohlendioxid-Ausstoß aber auszugleichen. Denn aus erneuerbaren Quellen kommt nach Angaben der Netzgesellschaft bisher nur 22 Prozent des Stroms, den Berlin verbraucht.