Das älteste Opfer war eine 100-Jährige mit Rollator: Drei Überfälle auf Rentnerinnen gehen auf das Konto von Cindy S. (31).
Feige, gemein, herzlos und brutal die Taten. Vor Gericht sitzt sie nun schluchzend: „Es war einfach dumm.“ Es tue ihr leid, sie habe mit so einem Ausmaß nicht gerechnet. Cindy S.: „Ich habe nicht gedacht, dass das so schwerwiegend ist.“
Zwei der Opfer kannte sie. Der erste Überfall am 17. Juni 2024 in Spandau. Cindy S. klingelte bei Monika K. (78, Namen der Opfer geändert). Maskiert mit einem blauen Tuch stand sie vor der Tür, in der Hand ein Pfefferspray. Die Anklage: „Unmittelbar sprühte sie ins Gesicht.“
Nicht genug: Die Angreiferin schubste die Rentnerin zu Boden, schlug ihr in die Rippen, packte sie an den Haaren und schlug ihren Kopf „mindestens zehnmal auf den Boden“, heißt es in der Anklage. 950 Euro habe Cindy S. aus einer Kommode genommen.
Wehrlose Frau vom Rollator gerissen
Vor ihrer Flucht riss sie Monika K. eine Goldkette vom Hals und zog ihr den Ehering vom Finger. Die Rentnerin erlitt eine Gehirnerschütterung, Prellungen und eine Verletzung der Augen.
Wie schäbig: Sie kannte Monika K. gut, sie wohnten in der Nähe. Die Angeklagte heulend: „Meine Tochter nannte sie Oma.“ Monika K. sei „warmherzig, fürsorglich, ehrlich“. Was sie mit der Beute machte? „Drogen gekauft.“ Und sie zockte: „Habe in Online-Casino gespielt.“
Zwei Stunden nach der ersten Tat der nächste feige Angriff: Sie packte damals 100 Jahre alte Passantin Marta W., riss die völlig wehrlose Frau von ihrem Rollator, griff zur Umhängetasche. Die Hundertjährige aber hielt fest – bis der Riemen riss. Beute: 100 Euro.
Zuletzt traf es eine 87-Jährige auf dem Gelände einer Pflegeeinrichtung in Spandau. Dort hatte Cindy S. mal einen Aushilfsjob. Sie bot einer Dame an, sie bei einem Spaziergang zu begleiten. Bis sie ihr eine Kette vom Hals riss, an der zwei Eheringe hingen.

