Die Gaspreise steigen und steigen und steigen … imago/IlluPics

Die Gaspreise auf den internationalen Märkten steigen und steigen – und auch Gaskundinnen und -kunden müssen sich auf höhere Gasrechnungen gefasst machen. Verbraucherinnen und Verbraucher haben aber Optionen:

Wann kann ich den Anbieter wechseln?

Wer einen aktuell laufenden Gasvertrag mit Preisgarantie hat, der merkt womöglich noch gar nichts von den höheren Gaspreisen. Wenn eine Preiserhöhung kommt, haben Kunden aber immer ein Sonderkündigungsrecht. Allgemein sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Kündigungsfrist ihrer Verträge im Blick behalten, um eine automatische Verlängerung zu möglicherweise höheren Preisen zu vermeiden.

Wie finde ich den günstigsten Gasanbieter?

Preisvergleichsrechner finden sich im Internet. Dort geben Nutzer den Jahresverbrauch in Kilowattstunden und die Postleitzahl ein und erhalten eine Liste mit den günstigsten Anbietern. Wenn auf der Gasrechnung der Verbrauch nur in Kubikmetern angegeben ist, kann dieser Wert je nach Gasqualität mit dem Faktor acht bis zwölf multipliziert werden, um einen annähernden Wert in Kilowattstunden zu erhalten.

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Verbraucher sollten jedoch beachten: Die Betreiber finanzieren sich durch Provisionen sowie Werbung von Gasanbietern. Die Standard-Suche ist häufig so voreingestellt, dass nicht die besten und langfristig günstigsten Tarif ganz oben angezeigt werden. Verbraucherschützer raten deshalb dazu, die Voreinstellungen zu kontrollieren und die angebotenen Vorschläge stets kritisch zu überprüfen.

Was zeichnet einen guten Tarif aus?

Die Erstvertragslaufzeit sollte laut Verbraucherschützern nicht mehr als ein Jahr dauern, die Kündigungsfrist bei maximal einem Monat liegen. Meiden sollten Kunden sogenannte Pakettarife über eine bestimmte Gasliefermenge. Bei niedrigerem Verbrauch gibt es dabei kein Geld zurück.

Viele Anbieter werben mit Neukunden- und Sofortbonus. Deshalb landen sie bei der Suche oft unter den günstigen Anbietern. Kundinnen und Kunden sollten beachten, dass Boni nur einmal gezahlt werden – ohne die Sonderzahlungen sind die Konditionen möglicherweise nicht mehr die besten. Ein neuer Vergleich zum Ende des ersten Vertragsjahrs ist also ratsam.

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Es gibt zudem immer wieder Rechtsstreitigkeiten über nicht gezahlte Boni, wie Verbraucherschützer warnen. Besonders nach einer Pleite des Anbieters drohen Kundinnen und Kunden, auf ihren Boni-Ansprüchen sitzenzubleiben. Die Voreinstellung „Boni berücksichtigen“ kann bei der Suche weggeklickt werden.

Was bringt eine Preisgarantie?

Bei einer Preisgarantie wird der Grundpreis für das Gas für einen bestimmten Zeitraum festgesetzt. Ob das sinnvoll ist, hängt von der Marktentwicklung ab: Steigt der Preis, so wie aktuell, können Verbraucher von der Preisgarantie profitieren – bei sinkenden Marktpreisen müssen Verbraucher weiterhin den vereinbarten Preis zahlen. Sinnvoll sind Preisbindungen deshalb eher in Kombination mit kürzeren Vertragslaufzeiten von maximal einem Jahr.

Viele Preisgarantien sind außerdem eingeschränkt: Sie gelten nicht für gesetzlich regulierte Preisbestandteile wie Netzentgelte, Steuern, Abgaben oder Umlagen. Diese können bis zur Hälfte des Gaspreises ausmachen.

Wie funktioniert der Wechsel?

Der neue Anbieter übernimmt nach Vertragsabschluss in der Regel kostenlos die Abwicklung. Dafür fragt er beim neuen Kunden dessen persönliche Daten sowie zum Beispiel die Kundennummer beim bisherigen Anbieter und die Nummer des Gaszählers ab. Teils empfiehlt es sich, den Stand des Anbieterwechsels zwischenzeitlich beim alten Versorger zu überprüfen. Naht die Kündigungsfrist des aktuellen Vertrags und somit eine automatische Verlängerung, sollten Verbraucher lieber zeitnah selber kündigen und sich ihre Kündigung schriftlich bestätigen lassen.

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Was können Verbraucher noch tun?

Lohnen können sich angesichts steigender Energiepreise auch Investitionen in Energiesparmaßnahmen. Bei fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl werden Verbraucher mittel- bis langfristig mit erheblichen Mehrkosten rechnen müssen. Eine Modernisierung des Heizsystems oder eine bessere Wärmedämmung des Hauses kann sich so durchaus rechnen. Unterstützung können sich Verbraucher beispielsweise bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen holen.