Ein zerstörter Pkw steht auf der Berliner Müllerstraße in einem Imbiss. dpa/Paul Zinken

Es knallt und klirrt auf Berlins Straßen, und es kommen immer mehr Menschen dabei zu Schaden. Die neuesten  Zahlen geben Einblicke in eine kaputte Welt.

So registrierte die Berliner Polizei im April 2022 auf Berlins Straßen 10.533 Verkehrsunfälle. Das seien 10,7 Prozent mehr als im April 2021 gewesen, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nach vorläufigen Ergebnissen mit.

Bei 1069 Unfällen mit Personenschaden (+ 33,1 Prozent) verunglückten 1246 Personen, hieß es. Das seien 29,8 Prozent mehr gewesen als im Vorjahresmonat. 185 Personen wurden dabei schwer (+ 43,4 Prozent) und 1060 leicht verletzt (+ 27,7 Prozent). Wie im April 2021 starb ein Unfallopfer.

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Die Zahl der schwerwiegenden Unfälle, zum Teil durch Rasen, habe sich um 38,0 Prozent auf 138 erhöht. Darunter erhöhte sich auch die Zahl der Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel, und zwar um 20 auf 59. Bei den übrigen Sachschadensunfällen, den sogenannten Bagatellunfällen, gab es einen Anstieg um 8,3 Prozent.

Raser-Hauptstadt: Deutlich mehr Verletzte im Viermonatsvergleich

Von Januar bis April 2022, so das Amt, erfasste die Berliner Polizei insgesamt 40.759 Straßenverkehrsunfälle. Das waren 14,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei 3602 Unfällen mit Personenschaden (+ 34,8 Prozent) verunglückten insgesamt 4245 Personen. Dabei wurden 625 Personen schwer (+ 45,3 Prozent) und 3614 leicht verletzt (+ 32,1 Prozent). Sechs Personen verloren ihr Leben. In den ersten vier Monaten des Vorjahres waren neun Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben.

Die Unfallzahlen in Berlin steigen. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Auch auf Brandenburgs Straßen knallt es gehörig. Im April 2022 registrierte die Polizei auf Brandenburgs Straßen 5698 Verkehrsunfälle. Das waren zehn Prozent mehr als im April 2021, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nach vorläufigen Ergebnissen mit.

Bei 625 Unfällen mit Personenschaden (+ 21,4 Prozent) verunglückten 835 Personen, hieß es. Das waren 30,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 170 Personen seien schwer (+ 40,5 Prozent) und 658 leicht verletzt (+ 29,0 Prozent) worden. Sieben Personen verunglückten tödlich, vier Personen weniger als im April 2021. Die Zahl der schwerwiegenden Unfälle stieg um 7,7 Prozent auf 223. Darunter erhöhte sich die Zahl der Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel um sechs auf 35. Bei den übrigen Sachschadensunfällen, den sogenannten Bagatellunfällen, gab es einen Anstieg um 8,7 Prozent, so das Statistik-Amt.

Weniger Getötete im Viermonatsvergleich

Von Januar bis April 2022 erfasste die Brandenburger Polizei insgesamt 21.584 Straßenverkehrsunfälle, 5,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei 2195 Unfällen mit Personenschaden (+ 21,7 Prozent) seien insgesamt 2780 Personen verunglückt. Dabei wurden 542 Personen schwer (+ 10,6 Prozent) und 2211 leicht verletzt (+ 27,1 Prozent). 27 Personen hätten ihr Leben verloren, das sind elf Personen weniger als in den ersten vier Monaten des Vorjahres.

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