Rammstein-Keyboarder Christian Flake Lorenz bei einer Preisverleihung im Jahr 2017.
Rammstein-Keyboarder Christian Flake Lorenz bei einer Preisverleihung im Jahr 2017. imago/Votos-Roland Owsnitzki

Er steht seit Jahren als Keyboarder mit Rammstein auf der Bühne, muss bei den irren Performances der Berliner Band einiges über sich ergehen lassen, lässt sich etwa in einem riesigen Metallkessel mit Flammen beschießen. Doch einen seiner schlimmsten Auftritte hatte Christian „Flake“ Lorenz woanders: Auf der Leipziger Buchmesse! In der Rubrik „Meine schlimmste Lesung“ der Süddeutschen Zeitung berichtete der Musik-Star jetzt in einem Gastbeitrag davon.

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Denn: Der Berliner ist nicht nur Musiker, sondern hat auch mehrere Bücher geschrieben, zuerst „Der Tastenficker, später „Heute hat die Welt Geburtstag“. Immer wieder tritt er damit auch bei Lesungen auf – doch der Start ins Bücher-Business war offenbar nicht leicht.

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Rammstein: Das erlebte Flake bei seiner ersten Lesung in Leipzig

In einem Gastbeitrag in der „Süddeutschen Zeitung“ erinnert sich „Flake“ daran, wie er sein erstes Buch schrieb – und dass es kurze Zeit später auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt werden sollte. „Bis dahin hatte ich das Buch noch gar nicht gelesen, ich wusste auch nicht mehr genau, was drinstand. Nun sollte ich das Buch auf der Messe vorlesen? Ich dachte: Das ist ein Witz, oder?“, schreibt er.

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Er habe schließlich ein Buch geschrieben, damit die Leute es lesen können – und damit er selbst nicht mit ihnen reden müsse. „Sonst hätte ich mich ja gleich irgendwo hinstellen können, an den Tresen einer Kneipe oder so, um meine Geschichten zu erzählen.“ In einer Halle der Messe seien dann zwei Pappwände aufgestellt worden, ein Tisch und Stühle, überall seien Menschen herumgewuselt. „Auf einem der Stühle nahm mein zufriedener Verleger gemütlich Platz, und ich sollte mich dann neben ihn setzen. Der Verleger sprach in ein Mikrofon, ich verstand nicht ein Wort“, schreibt er.

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Christian Flake Lorenz, der Keyboarder von Rammstein, bei einem der Konzerte in Prag.
Christian Flake Lorenz, der Keyboarder von Rammstein, bei einem der Konzerte in Prag. Rammstein/Jens Koch

Dann habe er eine zufällige Stelle aus seinem Buch vorgelesen, während ein paar zuhörten, viele Menschen vorbeizogen. „ Ab und an blieb eine Gestalt kurz stehen, starrte mich verständnislos an und ging dann weiter. Ich spürte, was ich für einen Unsinn von mir gab, die Wörter klebten dann im Mund fest: Ich stotterte.“ Plötzlich sei es wie in seiner Kindheit gewesen. „Ich bin im Umgang mit Menschen unbeholfen. Das begann schon im Kindergarten“, schreibt er.

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In der Schule stotterte Rammstein-Keyboarder Flake

Dort sei er nie gewesen, sondern bei seiner Mutter geblieben. Und später, in der Schule, habe er gestottert, sei Mitschülern aus dem Weg gegangen. Habe sich stattdessen mit Musik befasst. „Über die Musik musste ich mit keinem Menschen sprechen, man musste einfach nur vor dem Radio knien und zuhören. So wie andere Leute essen und trinken, ernährte ich meine Seele mit Musik und schloss den Pakt mit dem Teufel.“

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Doch bei der Lesung war das Stottern plötzlich wieder da. „Mitten auf der Buchmesse war mein Leben als Erwachsener wie weggewischt. Und ich war wieder der kleine Junge, der zurück in seine Gedanken will, zu den Büchern, zur Musik, alleine. Der stotterte.“ Zwei Stunden später, auf der Leipziger Moritzbastei, das gleiche Spiel. Doch: Der Rammstein-Star hörte nicht auf. „Das waren meine erste und meine zweite Lesung. Weitere folgten. Ich habe aufs falsche Pferd gesetzt. Und das hat auch noch gewonnen.“

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