Blaulicht an einem Polizeiwagen (Symbolbild). imago

Ein Autofahrer hat am Montagabend in Wedding einen Verkehrsunfall verursacht und ist danach geflüchtet. Bei der anschließenden Festnahme leistete er laut Polizei Widerstand und drohte mit einer Bombe in seinem Fahrzeug. Bei einer Überprüfung stellte sich dies als unwahr heraus. Die Polizei schickte den Mann in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses.

Jetzt lesen: Autoreiniger fahren Rennen durch Berlin –  Ohne Führerschein und mit dem Porsche einer Kundin >>>

Laut Zeugen soll der 27-Jährige mit einem Range Rover in der Reinickendorfer Straße mehrfach auf der Fahrbahn angehalten und den Verkehr behindert haben. An der Kreuzung Schulstraße habe sich der Mann mit seinem Auto an einer roten Ampel schräg vor den Wagen eines 26-Jährigen gestellt, um sich vor ihn zu setzen. Als er dann bei Grün die Fahrt fortsetzte, streifte er den BMW und raste anschließend davon.

Die Besatzung eines Streifenwagens bemerkte dann nach einer Funkdurchsage den Fluchtwagen an der Kreuzung Müllerstraße und folgte ihm. Dabei überfuhr der Range Rover mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrfach rote Ampeln, an denen es nur deshalb zu keinen Zusammenstößen kam, weil andere Autofahrende rechtzeitig bremsen konnten.

In der Eberswalder Straße touchierte das Auto einen Funkwagen, konnte aber dann an der Kreuzung Danziger Straße von mehreren Einsatzfahrzeugen an der Weiterfahrt gehindert werden. Die Polizeikräfte überwältigten den Fahrer und nahmen ihn fest. Dabei leistete der 27-Jährige erheblichen Widerstand und äußerte, dass in seinem Wagen eine Bombe sei.

Bei der Durchsicht des Fahrzeuges konnte jedoch kein verdächtiger Gegenstand gefunden werden. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass der Mann nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Wagen beschlagnahmt. Der Rettungsdienst brachte den 27-Jährigen in eine Klinik, in der er einem Psychiater vorgestellt wurde.

Bei dem während der Festnahme geleisteten Widerstand verletzte der Verdächtige fünf Einsatzkräfte leicht. Einer von ihnen beendete seinen Dienst. Auch bei der Übergabe im Krankenhaus widersetzte sich der Festgenommene den dortigen Maßnahmen. Mit Unterstützung des Krankenhauspersonals konnte sein Widerstand gebrochen und die medizinische Untersuchung vorgenommen werden.

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, Verkehrsunfallflucht und verbotenen Straßenrennens, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten eingeleitet, die dem 27-Jährigen vorgeworfen werden.