Kriminaltechniker haben am Montag stundenlang nach Beweisen an der Nüßlerstraße gesucht. Foto: BKU/pde

Der Fall eines versuchten Tötungsdeliktes in Weißensee gibt der Berliner Polizei weiter Rätsel auf. Nachdem ein junger Mann in der Nacht zu Montag von einem Unbekannten schwer verletzt wurde und anschließend aus einem Fenster fiel, wollen Ermittler der 8. Mordkommission das Opfer am Dienstag ausführlich befragen. Die unklaren Mietverhältnisse in dem Wohnhaus würden die Ermittlungen weiterhin erschweren, erklärte eine Polizeisprecherin dem Berliner Kurier.

Anwohner hatten den 22-jährigen Deutschen auf dem Dach eines Flachbaus vor einem mehrgeschossigen Wohnhaus an der Nüßlerstraße gefunden und die Polizei alarmiert. Da er nicht nur Verletzungen erlitten habe, die auf einen Sturz hindeuten, hatte eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Jemand anderes habe dem Mann massive Gewalt angetan, so die Sprecherin. Kriminaltechniker sicherten daraufhin den ganzen Montag über Beweismittel, während Ermittler nach Zeugen suchten.

Lesen Sie auch: 90-Jährige in Weißensee brutal ausgeraubt: Polizei sucht tätowierte Handtaschendiebin >>

Die Wohnungen in dem Gebäude werden an ganz unterschiedliche Menschen vermietet, die zum Teil auf soziale Unterstützung angewiesen sind. Es handele sich weder um ein Flüchtlingsheim noch um ein Obdachlosenheim. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll das 22-jährige Opfer ein Besucher gewesen sein. Die Person, die er besucht habe, werde dort allerdings auch nicht als Mieter geführt.

Die Mordermittler wollen den Schwerverletzten deshalb im Krankenhaus zu den Ereignissen befragen. Er sei mittlerweile ansprechbar, hieß es.