Ein Kontrolleur im Schutzanzug checkt die Körpertemperatur von Reisenden. Imago Images/Florian Gärtner

Das Land Berlin erweitert seine Bestimmungen für Einreisende aus Corona-Risikoregionen auf innerdeutsche Gebiete. Die Neuregelung des Senats sieht vor, dass Anreisende aus Landkreisen wie dem Corona-Hotspot Gütersloh genauso behandelt werden wie Reisende aus Risikogebieten im Ausland.

Das heißt: Entweder sie gehen sofort nach der Einreise in Berlin für 14 Tage in Quarantäne - oder sie legen einem Gesundheitsamt einen negativen Corona-Test vor, der nicht älter als 48 Stunden ist. Als Corona-Risikoregion gelten Landkreise, in denen es in den sieben Tagen vor der Einreise 50 oder mehr Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab. 

Vor die Wahl gestellt zwischen einer Ausweitung der Quarantäneregel und einem Beherbergungsverbot, fielen in den Bundesländern Berlin und Brandenburg offenbar abweichende Entscheidungen. Die Brandenburgische Landesregierung beschloss am Freitag ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots.

Hotels dürfen neue Anreisende aus betroffenen Landkreisen nicht mehr aufnehmen, wenn kein negativer Corona-Test vorgelegt werden kann. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten bereits mehrere Bundesländer ähnliche Beschränkungen verhängt.