Teilnehmer der Demonstration verschiedener palästinensischer Gruppen in Berlin. dpa/Fabian Sommer

Pro-palästinensische Demonstranten sind am Samstag in Berlin vor dem Hintergrund der Gewalteskalation im Nahostkonflikt zu Protesten auf die Straße gegangen. Rund 120 Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben am Hermannplatz und zogen zum Rathaus Neukölln. Der Umzug sei friedlich verlaufen. Die Demonstranten forderten „Freiheit für Palästina“ und erinnerten an die „Nakba“ (deutsch: Katastrophe). Am 15. Mai gedenken die Palästinenser damit der Vertreibung und Flucht Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Für den späten Nachmittag waren weitere Demonstrationen angekündigt.

Die evangelische und die katholische Kirche in Berlin und Brandenburg verurteilten unterdessen Angriffe auf jüdische Einrichtungen in Deutschland als „unerträglich“. Es sei nicht hinnehmbar, dass Synagogen und jüdische Einrichtungen bedroht, verunglimpft und angegriffen würden, erklärten der evangelische Landesbischof Christian Stäblein und der katholische Erzbischof Heiner Koch gemeinsam.

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Nach der gewaltsamen Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der palästinensischen Hamas hatte es in mehreren Städten in Deutschland antisemitische und anti-israelische Demonstrationen gegeben. Dabei wurden Israel-Flaggen angezündet, in Gelsenkirchen marschierten 180 Menschen vom Bahnhofsvorplatz in Richtung Synagoge und skandierten antisemitische Parolen.