Am Dienstagabend war es auf dem überfüllten Tempelhofer Feld zu Zusammenstößen zwischen renitenten Besuchern und der Polizei gekommen. Foto: Imago/A. Friedrichs

Am Osterwochenende stellt sich die Berliner Polizei auf zahlreiche Demonstrationen in der Hauptstadt ein. Für Samstag wurden laut Polizei mehrere Aufzüge mit Kritik an den Corona-Regeln angemeldet. Dazu wollten jeweils Hunderte Teilnehmer kommen. Am Brandenburger Tor werden ab 12.00 Uhr bei einem Protest etwa 500 Teilnehmer erwartet.

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Für einen Ostermarsch von Friedensinitiativen, der um 13.00 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz beginnen soll, wurden laut Polizei 1000 Teilnehmer angemeldet. Daneben gebe es an dem Samstag weitere kleinere Demonstrationen sowie Autokorsos und Mahnwachen.

Zudem will die Polizei an den Ostertagen verstärkt kontrollieren, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Es seien zusätzliche Einsatzkräfte eingeplant, hieß es. Bei freundlichem Wetter dürfte es viele Menschen ins Freie ziehen. So sollen auch die Stadtparks in den Blick genommen werden. Nur maximal fünf Angehörige aus zwei Haushalten plus Kinder unter 14 Jahren dürften zusammen sein.

Polizeigewerkschaft rechnet mit schwierigen Einsätzen an Ostern

(dpa) Die Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet an den Ostertagen mit schwierigen und gefährlichen Polizeieinsätzen. Grund sei die schwindende Akzeptanz der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bei den Bürgern. „Die Stimmung heizt sich auf. Die Leute werden immer nervöser und aggressiver“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Immer häufiger würden Menschen die Maskenpflicht und die Abstandsregeln ignorieren und sich gegenüber Polizisten, die die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und durchsetzen wollten, aggressiv verhalten. „Viele nehmen keine Weisungen der Polizei mehr an“, sagte Wendt. Randale und Pöbeleien bis hin zu Gewaltausbrüchen seien inzwischen an der Tagesordnung. „Da werden Polizeibeamte angespuckt, beleidigt und getreten“, so Wendt.