Taschendiebe haben es auf Handys, Geldbörsen und andere Wertsachen abgesehen.
Taschendiebe haben es auf Handys, Geldbörsen und andere Wertsachen abgesehen. imago stock&people / Schöning

Ob Straßenfest, Bahnsteig oder Großveranstaltung – der Sommer ist die Zeit für Taschendiebe. Wo viele Menschen zusammen kommen, wird es besonders leicht, den Überblick zu verlieren. Hier wittern Beutemacher ihre Chance. Aktuell warnt die Bundespolizei in Berlin vor Taschendieben, die den sogenannten Beklecker-Trick anwenden. Dabei rempeln die Täter ihre Opfer angeblich versehentlich an und bekleckern sie mit einem Getränk, das sie beispielsweise in einem Kaffeebecher dabeihaben.

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Der Trick: Die Täter entschuldigen sich wortreich und wollen dem Opfer beim Reinigen der Kleidung helfen. Dabei greifen die Diebe nach der Geldbörse oder anderen Wertsachen.

Wer ist nicht erschrocken, wenn plötzlich ein dicker Colafleck auf dem Shirt prangt, den Moment der Unachtsamkeit nutzen Trickdiebe geschickt aus. Cool bleiben, heißt es in diesem Moment – und schnell Distanz zwischen sich und dem Kleckerer schaffen.

Die Bundespolizei und die Polizei Berlin verbreiten eine entsprechende Warnung auf Twitter. Die Ermittler raten außerdem, nicht zu viel Bargeld mitzunehmen und Wertsachen immer in Innentaschen oder in Taschen mit der Verschlussseite am Körper mitzuführen. Bei dichtem Gedränge sollte man besonders auf seine Wertsachen aufpassen, so der Rat der Polizei.

Diebstahl einer Geldbörse aus einer Hosentasche.
Diebstahl einer Geldbörse aus einer Hosentasche. www.imago-images.de

Weitere Tricks, die Taschendiebe anwenden:

Der Blockierer: Sie blockieren die Rolltreppe und lassen das Opfer und andere auflaufen. Während alle nach vorne blicken, greifen Komplizen von hinten in die Tasche des Opfers.

Der Blumenschenker: Sie begrüßen das Opfer freundschaftlich, umarmen es oder stecken ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt ist, verschwindet die Brieftasche.

Der Scheibenklopfer: Im Zug klopft einer von draußen an die Scheibe. Innen entwendet ein Zweiter Wertgegenstände.

Der Anrempler: Sie rempeln ihr Opfer im Gedränge an oder nehmen es mit Komplizen „in die Zange“. Während das Opfer abgelenkt ist, greifen sie oder Komplizen in die Tasche.

Falsche Touristen: Sie fragen ihr Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor. Während das Opfer versucht zu helfen und die Karte in beide Hände nimmt, stibitzen sie etwas aus der Handtasche.