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BVG-Bus schneidet Radfahrer: Lebensgefährlicher Zwischenfall in Friedrichshain

Berlin -

Ein schwerer Bus der BVG, der einen Radfahrer schneidet und zur Vollbremsung zwingt und die Frage: Wer ist schuld an der lebensgefährlichen Situation? Ein Video des Vorfalls, das am Freitag hochgeladen wurde, sorgt für Diskussionen. Unterdessen hat sich auch die BVG zu Wort gemeldet.

Das war passiert: Ende vergangener Woche ist ein Berliner mit dem Rad auf dem Nachhausweg und fährt die Straße der Pariser Kommune entlang. Neben ihm fährt ein Bus der BVG. Kurz nach der Kreuzung an der Straße An der Ostbahn kommt es dann zu einer lebensgefährlichen Situation.

Radler muss bremsen, um Unfall zu verhindern

Der Bus blinkt rechts, weil er an einer Haltestelle halten muss - und zieht dann rüber. Der Radler, der die Situation per Helmkamera gefilmt und im Internet veröffentlicht hat, muss daraufhin scharf abbremsen. Nun wird im Internet darüber gestritten, wer Schuld hat an der lebensgefährlichen Szene.  

So schreibt ein User: "Kämpfe bei sowas nicht für dein Recht, ich hätte selbst den dicken Bus viel früher passieren lassen.Was bringt Dir dein Recht, wenn du darunter liegst."

Der Radfahrer selbst schreibt dazu, er habe "wie man unschwer erkennt nicht auf meinem Recht bestanden und den Bus machen lassen".  Andernfalls, so der Mann weiter, "wär ich Matsch und der Busfahrer müsste damit klar kommen". 

BVG entschuldigt sich 

Ein anderer User hingegen stellt sich auf die Seite des Busfahrers: "Man hätte ja den Bus, der sichtbar blinkte um in den Haltestellenbereich einzufahren, die Spur wechseln lassen. Für Fahrradfahrer aber offenbar undenkbar". 

Und was sagt die BVG zu dem Vorfall? Auf KURIER-Anfrage hieß es am Montag: "Das geht natürlich überhaupt nicht." Der Radler habe sich bereits an die BVG gewendet. Man werde nun "das Gespräch mit dem betroffenen Busfahrer suchen" und dem Radfahrer direkt antworten. Bis dahin könne man sich "nur stellvertretend für die Situation entschuldigen".

Bei der Polizei hieß es am Montag zudem, man könne nach Sichtung des Videos zunächst "kein Fehlverhalten des Radfahrers erkennen".