Polizei und Feuerwehr rückten zum mutmaßlichen Tatort aus (Symbolbild). Foto: Imago Images/Future Image/C. Hardt

Brandenburg an der Havel - Ein vorgetäuschter Notruf hat in Brandenburg an der Havel für einen Großeinsatz der Polizei und eine Unterbrechung des Bahnverkehrs gesorgt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei meldete ein männlicher Anrufer in der Nacht zum Sonntag über den Notruf 110 eine Schlägerei zwischen mehreren Personen auf dem Hauptbahnhof.

Dabei sprach er auch von einem Messer, das eine Rolle spielen würde. Anschließend beendete der Anrufer das Telefongespräch und war für Rückrufe nicht mehr erreichbar.

Daraufhin fuhren mehrere Funkstreifenwagen, Bundespolizisten sowie Rettungskräfte zum genannten Ort am Hauptbahnhof, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Auch der Bahnverkehr wurde vorsorglich unterbrochen. Polizisten suchten allerdings vergeblich nach Beteiligten einer Schlägerei oder anderen Zeugen.

Polizei ermittelt Anrufer

Ermittlungen führten schließlich zum Anschlussinhaber des Mobiltelefons, mit dem der Notruf abgesetzt wurde. Der Mann gab an, dass sein Sohn das Mobiltelefon nutze und dieser nicht zu Hause sei. Der minderjährige Sohn wurde nach Ermittlungen im Bereich des Brandenburger Hauptbahnhofes festgestellt. Es wurde eine Strafanzeige wegen Notrufmissbrauchs und Vortäuschens einer Straftat aufgenommen.