In der Schwimmhalle in Buch kann man ab dem 1. September wieder Bahnen ziehen.

Foto: Berliner KURIER / Gerd Engelsmann

Nach Monaten auf dem Trockenen startet am ersten September für Kinder und Schwimmvereine die Hallenbadsaison. Auch privates Schwimmvergnügen ist unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich. Alle drei Nutzergruppen – Schulen, Vereine und die Berliner Öffentlichkeit – können in die Hallenbäder zurückkehren. Allerdings gehören auch hier Abstand und eine Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb des Wassers zum neuen Prozedere. Außerdem muss die Anwesenheit im Bad dokumentiert werden, um im Infektionsfall Kontakte nachverfolgen zu können.

Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) haben in den vergangenen Wochen für jedes der mehr als 30 Hallenbäder der Stadt ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet und beim Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks eingereicht. Außerdem wurden neue Belegungspläne für die Hallenbäder erarbeitet, die alle drei Nutzergruppen berücksichtigen. „Priorität hatte dabei das Schulschwimmen“, sagt BBB-Vorstand Dr. Johannes Kleinsorg. „Die Schulkinder waren am stärksten und nachhaltigsten von der Hallenschließung im März betroffen.“ In einem zweiten Schritt wurde den Schwimmvereinen Zeit eingeräumt. Wie die Schulen konnten auch die Vereine die Sommerbäder nicht nutzen.

Aber auch die Berliner profitieren von der Öffnung der Hallen: In fast allen Hallenbädern wird es Zeitfenster für den Besuch geben. Die Zeitfenster sind meist zwei Stunden lang, nach jedem Zeitfenster müssen alle Gäste das Bad verlassen. Auch wenn die Besucher-Obergrenze pro Zeitfenster wegen Covid-19 limitiert ist, liegt die Gesamtkapazität in den Bädern über den Tag verteilt fast so hoch wie die Besucherzahlen vor Corona.

„Wir wollen so viel Normalität beim Besuch der Schwimmhallen wie möglich und so viel Infektionsschutz wie nötig“, sagt Kleinsorg. Abläufe und Regeln werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf den veränderten Notwendigkeiten angepasst. Einheitliche Zeitfenster und Öffnungszeiten gibt es in den Hallenbädern wegen der verschiedenen Nutzergruppen allerdings nicht; die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich beim jeweiligen Bad oder auf der Internetseite der BBB über die Öffnungszeiten zu informieren.

Der Betrieb in den Hallenbädern wird dem in den Sommerbädern ähneln. Abgetrennte Doppelbahnen in den Becken garantieren kontaktloses Schwimmen. Wegeleitsysteme helfen, Besucherströme durchs Bad zu lenken. Anders als in den Sommerbädern werden allerdings Rutschen und Sprungtürme geöffnet und Tickets sowohl online als auch an den Kassen verkauft. Der Online-Verkauf startet am Freitag und ist dann drei Tage im Voraus möglich. Die Saunen bleiben weiter geschlossen. Im Sommerbad Seestraße wird in den kommenden Wochen über beiden Außenbecken die Traglufthalle errichtet. Ab Mitte September steht sie dann allen drei Nutzergruppen zur Verfügung.