Künftig ohne Doktor: Franziska Giffey.  Foto: imago images/photothek

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat aus den Plagiatsvorwürfen bezüglich ihrer Doktorarbeit Konsequenzen gezogen und den Verzicht auf ihren Doktortitel erklärt. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf ein Schreiben Giffeys an den Präsidenten der Freien Universität Berlin mit dem Datum vom 13. November.

Demnach schreibt Giffey in dem Brief:„Um weiteren Schaden von meiner Familie, meiner politischen Arbeit und meiner Partei abzuwenden, erkläre ich, den mir am 16. Februar 2010 von der Freien Universität Berlin mit der Gesamtnote „magna cum laude“ verliehenen Titel Dr. rer. pol. ab sofort und auch zukünftig nicht mehr zu führen.“

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Giffey hatte in ihrer Doktorarbeit die Werke anderer Autoren zitiert, ohne dies kenntlich zu machen. Die Freie Universität, wo sie ihre Arbeit einreichte, hatte ihr vor ziemlich genau einem Jahr trotzdem erlaubt, den Doktortitel weiterzuführen und lediglich eine Rüge ausgesprochen. Das FU-Präsidium hatte angekündigt, Giffeys Doktorarbeit erneut inhaltlich prüfen zu lassen, da in Bezug auf die Rüge „ein minderschwerer Fall nicht dargetan wurde“.