Ein Schwarm von Silberflossenblättern schwimmt im Berliner AquaDom (Archivbild).
Ein Schwarm von Silberflossenblättern schwimmt im Berliner AquaDom (Archivbild). dpa/Annette Riedl

Es war eine riesige Katastrophe: Am Freitagmorgen platzte das Aquarium des Berliner AquaDoms. Der Inhalt des gesamten Tanks ergoss sich in Sekunden in der Lobby des Hotels Radisson Blu an der Karl-Liebknecht-Straße in Berlin, verletzte zwei Menschen. Eine tödliche Katastrophe war es gar für die rund 1500 Fische und andere Meerestiere – sie starben binnen Minuten.

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Ein Skandal für die Tierschutzorganisation PETA, die sich gegen die Haltung von Meerestieren in Schauaquarien einsetzt. „Diese menschengemachte Tragödie zeigt, dass Aquarien kein sicherer Ort für Fische und andere Meerestiere sind“, sagt Peter Höffken von PETA Deutschland. Für den Biologen ist klar: „Der AquaDom darf daher nicht wieder aufgebaut werden.“

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PETA will Mahnmal für verendete Fische an Straße errichten lassen

Stattdessen will PETA ein angemessenes Gedenken an die verendeten Tiere. „An der Karl-Liebknecht-Straße vor dem nun zerstörten AquaDom sollte ein Mahnmal für die 1500 gestorbenen Meerestiere errichtet werden“, so Höffken.

Die Tierschützer prüfen nun auch rechtliche Schritte gegen den Betreiber BGG - Berliner Gesellschaft für Großaquarien. Mit Blick auf andere Aquarienvorhaben will PETA ein Verbot von Neubauten in Berlin erreichen. Sie fordern „den Bau des geplanten Aquariums von Coral World in Berlin-Lichtenberg nicht zu genehmigen“, heißt es in einer Mitteilung der Organisation.

Der riesige AquaDom bestand aus Acrylglas, war 16 Meter hoch und hatte 11,5 Meter im Durchmesser. Das Becken fasste eine Million Liter Wasser! Besucher konnten in einem Aufzug durch das Innere des Aquariums hindurchfahren.