Absolut peinlich

Das Land Berlin schickt fünf Tage später eine Handy-Warnmeldung

„Extreme Gefahr“? Viel mehr extrem beschämend! Nach dem Brandanschlag am Samstag, den jeder inzwischen mitbekommen hat, wird nun vor dem Stromausfall gewarnt.

Author - Sharone Treskow
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An Tag fünf werden die Berliner vor dem Stromausfall gewarnt.
An Tag fünf werden die Berliner vor dem Stromausfall gewarnt.Stefan Tappert/imago

Berlin-9.30 Uhr an Tag fünf des Blackouts in der Hauptstadt, überall schrillen Handys mit einem ekligen Alarmton. Die Meldung, die Berliner hier lesen, sorgt für Stirnrunzeln – und dann für große Lacher.

Nach fünf Tagen warnt der Berliner Senat vor dem Stromausfall

Diese Warnung wurde allen Berlinern am Mittwochvormittag angezeigt.
Diese Warnung wurde allen Berlinern am Mittwochvormittag angezeigt.Stefan Tappert

Am Mittwochvormittag – unmittelbar nach der Meldung, dass der Stromausfall ab 11 Uhr vollständig behoben werden soll – bekommen Berliner eine offizielle Warnmeldung auf ihr Smartphone gesendet. „Extreme Gefahr“, heißt es hier, „mittlere Warnstufe“.

Was kommt jetzt, fragt man sich. Die Antwort könnte kaum peinlicher sein: Nach fünf Tagen warnt die Hauptstadt ihre Bürger dann auch mal vor dem Blackout. „Achtung! Warnung Stromausfall für Berlin: Informieren Sie sich in bekannten Warnmedien“, steht in der rot hinterlegten Push-Nachricht. „Herausgegeben wurde die Meldung vom Land Berlin, von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.“

Wie es zu dieser stark verspäteten Meldung kommen konnte, ist unklar. Eine KURIER-Anfrage an die zuständige Senatsverwaltung bleibt bisher unbeantwortet.

Berlin lacht über Warnmeldungs-Fail

Auf dem Kurznachrichtendienst X gibt es bereits erste Reaktionen auf die verspätete Warnung vom Land Berlin – sie fallen alle höhnisch aus: „Lol, auch schon mitgekriegt, Berlin? Diese Peinlichkeit sagt alles, was man über unsere Stadt wissen muss“, schreibt ein Nutzer. „Dit is Berlin“, witzelt ein anderer schlicht.

Was sagen Sie zu der verspäteten Warnung vom Land Berlin? Schicken Sie uns einen Leserbrief mit Ihrer Meinung per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.