Riesenandrang von Partygängern vor dem KitKat Club in Berlin-Mitte in der Nacht zu Mittwoch. imago

Sie waren die ersten, die im Frühjahr 2020 dichtmachten und die letzten, die im Sommer 2021 wieder öffneten, als die Corona-Zahlen saisonbedingt niedrig waren. Doch inzwischen ist die Inzidenz in der Hauptstadt höher als je zuvor, mehr als 2500 Neuinfektionen werden jeden Tag gezählt. Und nun steht die international gefeierte Berliner Clubszene in der Pandemie-Lage erneut vor Schließungen.

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern vom Donnerstag bleiben Clubs und Diskotheken wegen des Ansteckungsrisikos ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu. In der Hauptstadt lag dieser Wert am Donnerstag bei 361,5. Damit müssen die Clubs schließen, sobald eine entsprechende Verordnung veröffentlicht ist.

Clubs will Party-Nächte mit PCR-Tests absichern

Bei der Clubcommission traf die Entscheidung auf wenig Verständnis. Es werde alles getan, um Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Gäste zu schützen, hieß es. „Die Clubs sind nicht die Pandemietreiber“, sagte Lutz Leichsenring von der Clubcommission der dpa. Der Verband setzt nach einem entsprechenden Pilottest weiter auf eine Lösung mit PCR-Tests. Diese sollten auch bei der für Donnerstagabend geplanten 20-Jahr-Feier der Clubcommission eingesetzt werden.

Bei einer Schließung der Clubs werden diese ihre Teams wieder in Kurzarbeit schicken. Leichsenring geht davon aus, dass die Clubs eine solche Zeit bei entsprechender Unterstützung wieder überstehen können. Allerdings müssten sämtliche Kosten wieder vorfinanziert werden.