Tramgleise in Berlin. Foto: Sabine Gudath

Ein Mann aus Niederschönhausen suchte sich in der Nacht zum Sonntag ausgerechnet die Gleise der Straßenbahn aus, um dort zu nächtigen. Als es dann zu einem Polizeieinsatz kam, leistete er Widerstand und griff die Einsatzkräfte an.

Objektschützer hatten den Mann gegen 0.15 Uhr in der Breite Straße in Pankow auf den Tramgleisen liegend bemerkt. Eine Straßenbahn wurde deswegen bereits an der Weiterfahrt gehindert. Die Bediensteten stiegen aus und sprachen den Mann an. Dabei wurden sie von einem außer Dienst befindlichen Polizeibeamten sowie einem Feuerwehrmann – ebenfalls außer Dienst – unterstützt. Hinzu kam noch die Besatzung einer Funkstreife.

Der 29-Jährige gab an, einfach nur schlafen zu wollen und so führten die Bemühungen der Helfer nicht zum Erfolg. Als schließlich die Einsatzkräfte den Mann in Richtung Gehweg zogen, schlug und trat er um sich, biss dem Feuerwehrmann in den Arm. Schließlich konnte der Mann mit vereinter Kraft zum Gehweg getragen werden, wo er plötzlich einen Krampfanfall erlitt und über Luftnot klagte. Der alarmierte Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus.

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Nach der ersten Behandlung ordnete ein Arzt die Einweisung in eine psychiatrische Abteilung an. Von den Einsatzkräften wurde niemand verletzt, der Feuerwehrmann trug eine leichte Bisswunde davon, die aber nicht behandelt werden musste. Den 29-Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung.