Badespaß

Urlaub mitten in Berlin! Nur 15 Minuten vom Alex gibt es 300 Meter Sandstrand und eine 52-Meter-Wasserrutsche

Für alle Daheimgebliebenen bietet das Strandbad Orankesee jede Menge Sandstrand und das volle Badevergnügen.

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Der Orankesee im Norden Berlins bietet mit dem Strandbad einen großen Sandstrand, auch die Wasserqualität ist gut.
Der Orankesee im Norden Berlins bietet mit dem Strandbad einen großen Sandstrand, auch die Wasserqualität ist gut.Pemax / Imago

Für echtes Strandfeeling muss man als Berliner nicht an die Ostsee fahren. Mitten in der Stadt, im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen, liegt ein Strandbad, das seinem Namen alle Ehre macht: der Orankesee. 300 Meter Sandstrand, Strandkörbe, eine Wasserrutsche – und das Ganze nur 15 Minuten vom Alexanderplatz entfernt.

Der Orankesee bietet das volle Urlaubserlebnis

Das Herzstück ist der rund 300 Meter lange Sandstrand, dazu großzügige Liegewiesen und Strandkörbe zum Tagesmieten. Für Kinder gibt es einen separaten, flach abfallenden Nichtschwimmerbereich – ideal für Familien. Die 52 Meter lange Wasserrutsche ist die Attraktion schlechthin, für die ganz Kleinen gibt es zusätzlich eine kleinere Rutsche.

Wer aktiv sein will, findet Beachvolleyballfelder und Tischtennisplatten, dazu einen Spielplatz und einen Imbiss für den Hunger zwischendurch. Ein Rettungsschwimmer ist während der Öffnungszeiten vor Ort. Gebadet werden darf allerdings nur im ausgewiesenen Strandbadbereich, nicht frei im See.

Wasserrutsche fürs Badevergnügen. Im Strandbad Orankesee gibt es aber auch einen Nichtschwimmer-Bereich.
Wasserrutsche fürs Badevergnügen. Im Strandbad Orankesee gibt es aber auch einen Nichtschwimmer-Bereich.Jürgen Held / Imago

Echer Ostsee-Sand im Orankebad?

Immer wieder wird erzählt, dass der Sand am Orankesee-Strand echter Ostsee-Sand sei. Zur Eröffnung des Bades 1929 extra aus Ahlbeck herangekarrt. Klingt toll, war aber wohl nur ein gelungener Marketing-Gag. Tatsächlich wurde für den rund 300 Meter langen Strand Bausand verwendet, der beim Bau der Peter-Behrens-Gebäude am Alexanderplatz anfiel. Eine der bekanntesten Berliner Bausstellen in den 1920er-Jahren.

Bereits am Eröffnungs-Tag 12.000 Besucher

Das Strandbad geht auf den Weißenseer Theaterdirektor Wilhelm Heiden-Heinrich zurück, der 1929 nicht nur den Strand anlegen ließ, sondern gleich auch das benachbarte Brauereigasthaus von 1892 zu einem neuen Wirtshaus umbaute. Der Zuspruch war sofort riesig: Schon am 23. Juli 1929, kurz nach der Eröffnung, zählte man 12.000 Besucher an einem einzigen Sonntag.

1944 wurde das Bad bei Bombenangriffen komplett zerstört, danach machte die sowjetische Militäradministration das Gelände zum Sperrgebiet. Erst 1957 ging es nach einer Sanierung wieder an den Start – finanziert unter anderem über die „Berliner Bärenlotterie" und mit Hilfe von Volkspolizisten und FDJlern. Seitdem ist der Orankesee bei den Berlinern im Osten der Stadt ein Dauerbrenner.

Auch im Winter hat der See seine Fans: Traditionell wird hier Winterbaden praktiziert, für alle, die auch bei Kälte nicht aufs Schwimmen verzichten wollen.

Strandbad Orankesee: Öffnungszeiten, Preise, Anfahrt

Die Saison im Strandbad Orankesee läuft bis Ende August, je nach Wetter auch bis in den September. Geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr, Einlass bis 18:20 Uhr. Bei schlechtem Wetter kann der Betrieb eingeschränkt sein. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, ab 16:30 Uhr zahlen alle nur noch 5 Euro, Kinder unter zwei Jahren kommen gratis rein.

Adresse: Gertrudstraße 7, 13053 Berlin. Die nächstgelegene Haltestelle ins „Orankestrand“ (Tramlinien 27 und M4), nur wenige Gehminuten. Ein paar Parkplätze gibt es auch.

Und wer nach dem Baden noch Lust auf Bewegung hat: Ein rund 1,3 Kilometer langer Rundweg führt einmal ums ganze Bad herum, direkt nebenan liegt außerdem der Obersee.