Rauch steigt über dem Olympiastadion in Berlin auf. dpa/Christoph Soeder

Helle Blitze zuckten über dem Olympiastadion. Immer wieder krachte es ohrenbetäubend. Rauch stieg auf...

Einige Berliner konnten ihre Besorgnis nicht zurückhalten: Was ist denn da im Olympiastadion los? Kann das mit rechten Dingen zugehen? Ja, kann es... Kein Terror, kein Krieg, es ist nur Rammstein!

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Rammstein begeistert 66.000 Fans

Bei ihrem ersten Heimspiel während der aktuellen Stadiontour ist die Berliner Band am Samstagabend im Olympiastadion frenetisch gefeiert worden.  Die Musiker um Sänger Till Lindemann (59) begeisterten die gut 66.000 Fans in der ausverkauften Arena mit ihrer Bühnenshow aus martialischer Musik, viel Feuer, ohrenbetäubenden Böllern und ausgeklügelten Lichteffekten. Die Zuschauer drehten völlig durch – vor Begeisterung. Für Sonntag war ein weiteres Konzert in der Hauptstadt vorgesehen.

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Frontmann Lindemann, die Gitarristen Richard Kruspe (54) und Paul Landers (57), Bassist Oliver Riedel (51), Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz (55) und Schlagzeuger Christoph Schneider (56) leben in Berlin. Die sechs Musiker fanden hier 1994 zusammen und haben sich seitdem mit ihrem harten Sound zur international erfolgreichsten deutschen Band entwickelt.

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Die martialische Bühnenshow von Rammstein begeisterte die Fans. dpa/Jens Koch/Rammstein

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Blinde und Sehbehinderte dürfen auf die Bühne

Zurückgreifen kann die Band auf das Ende April veröffentlichte Erfolgsalbum „Zeit“, das Rammstein umgehend auf Platz eins der Charts katapultierte. Neue Lieder wie „Zick Zack“, „Armee der Tristen“, „Adieu“ und den Titelsong „Zeit“ haben die Musiker in das gut zweistündige Konzertprogramm integriert. Von den Fans gefeiert wurden auch Rammstein-Knaller wie „Sonne“, „Du hast“, „Mein Herz brennt“, „Mein Teil“ oder „Deutschland“.

Rauch und Krach sorgten bei einigen Berlinern für Besorgnis. dpa/Christoph Soeder

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Vor dem Konzert gab es für das wartende Publikum unbemerkt eine besondere Aktion. Gitarrist Landers zeigte einer Gruppe von Blinden und Sehbehinderten die Bühne und einige Requisiten der Show. Die Band will auf diese Weise auch einigen dieser Fans die Möglichkeit geben, die Besonderheiten des Bühnenaufbaus mit seinen versteckten Spezialeffekten zu erfassen.

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Nach den zwei Konzerten in Leipzig im Mai und den beiden Auftritten in Berlin sind in Deutschland noch Konzerte vorgesehen in Stuttgart (10./11. Juni), Hamburg (14./15.) und Düsseldorf (18./19.). Die Band spielt bei der zweimal coronabedingt verschobenen Tour 42 Konzerte in Europa und Nordamerika. Beim ersten Teil besuchten 2019 mehr als eine Million Fans die 30 Shows, davon zehn Auftritte in Deutschland.