Mobile Überwachungskamera der Polizei. (Archivbild) dpa/Paul Zinken

Die beiden mobilen Anhänger mit Videokameras der Berliner Polizei zur Überwachung von Plätzen sorgen weiterhin für mehr Probleme als Erfolge. Ein Videoanhänger konnte im vergangenen Jahr „acht Monate aufgrund von konstruktionsbedingten Fehlern dauerhaft nicht eingesetzt werden“, teilte der Senat auf eine Anfrage der CDU mit. „Auch bei dem zweiten Modell kam es vereinzelt zu technischen Problemen.“

Kein einziger Krimineller identifiziert

Insgesamt wurde die 2017 von der Polizei angeschaffte Überwachungstechnik im ganzen Jahr nur 38-mal eingesetzt. Verbrecher oder Verdächtige wurden durch die Beobachtung und das Filmen von Orten mit viel Kriminalität nicht ermittelt oder identifiziert. Die Polizei gab zu: „Es wurden keine Strafverfahren eingeleitet.“

Allerdings hätten die Polizisten festgestellt, dass die ausfahrbaren Masten mit den Kameras „eine deutliche präventive Wirkung“ gehabt hätten. Allerdings war schon früher in internen Auswertungen notiert worden, dass Dealer und Taschendiebe angesichts der aufgestellten Videokameras ihr Geschäft lieber einige Meter weiter fortführten. Nun überlegt die Polizei, wie die Technik doch noch verbessert werden kann, um die Kameras „noch effektiver, effizienter und vielfältiger einzusetzen“.

Mobile Videoüberwachung: Es wird nur selten gefilmt

Die großen Anhänger haben einen etwa sechs Meter langen, ausfahrbaren Mast, an dem sich bewegliche Kameras befinden, die sich über einen Laptop steuern lassen. Polizisten können die Aufnahmen live beobachten und auch speichern. Eingesetzt wurden die Geräte immer mal wieder am Alexanderplatz, an der Warschauer Brücke am RAW-Gelände, am Kottbusser Tor in Kreuzberg, am Hermannplatz in Neukölln und anderen kriminalitätsbelasteten Orten in der Hauptstadt. Die Polizei hoffte anfangs auf Abschreckung von Kriminellen und Beweise für den Fall von Festnahmen. In den vergangenen Jahren hieß es immer wieder, die Technik sei nicht praktikabel und es werde selten gefilmt.