Polizisten tragen einen Demonstranten von Zufahrt zum Heizkraftwerk Reuter West. dpa/Paul Zinken

Mehrere Dutzend Leute haben am Sonntag mit einer Sitzblockade vor dem Heizkraftwerk Reuter West in  Spandau gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe demonstriert. Die meisten ließen sich in weißen Overalls auf der Straße vor dem Haupttor des Kraftwerks nieder. Unweit davon hätten sich zudem mehrere Teilnehmer zu einer Mahnwache versammelt.

Seltsamer Forderungs-Mix

Auf Transparenten bekundeten die Protestierer mit der ukrainischen Bevölkerung und kritisierten gleichzeitig die geplante Aufrüstung der Bundeswehr für weitere 100 Milliarden Euro.

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Einige Teilnehmer drangen auf das Kraftwerksgelände vor, besetzten ein Förderband und einen Kran. Beamte führten die Besetzer ab, nahmen ihre Personalien auf. Auch das Gleis, das ins Kraftwerk führt, wurde zeitweilig blockiert.

Die Polizei hatte den Protest vor dem Haupttor zunächst für eine Stunde genehmigt. Dann, so teilte sie mit, seien die Teilnehmer aufgefordert worden, von der Fahrbahn auf den  Gehweg zu wechseln. Die meisten seien den Anweisungen gefolgt.

Die Versorgung des Kraftwerks mit Steinkohle war einem Vattenfall-Sprecher zufolge nicht gefährdet. Der Protest stelle für den Betrieb kein Problem dar.

Reuter West liefert nicht nur Strom, sondern versorgt eine knappe halbe Million Berliner mit Fernwärme.