Daniel Barenboim dirigiert die Staatskapelle Berlin in der Staatsoper. Das Haus plant schon im März die ersten Testveranstaltungen. Für ein Barenboim-Konzert in der Waldbühne, das im August stattfinden soll, werden jetzt schon Karten verkauft.   Foto: dpa/Michael Kappeler

In Berlin sollen die ersten Bühnen noch im März für ein Pilotprojekt öffnen. Das Publikum wird vorher auf das Coronavirus getestet. Neben den Philharmonikern, der Berliner Volksbühne und der Staatsoper Unter den Linden ist beispielsweise auch die Clubcommission mit einem Konzert dabei.

Geplant sind neun Veranstaltungen bis Anfang April. „So ein Pilot ist in Deutschland einzigartig – und hoffentlich ein Beitrag mit Blick auf ein unbeschwertes Besuchen von Kulturveranstaltungen“, teilte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Donnerstag mit.

Das Publikum muss am Tag der Veranstaltung zu einem Coronatest und soll während der Vorstellung einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Den Auftakt macht das Berliner Ensemble am 19. März, die Stiftung Berliner Philharmoniker plant dann am 20. März ein Sinfoniekonzert.

Die Erkenntnisse der Testdurchläufe würden Anfang April von allen Beteiligten gemeinsam ausgewertet und anderen Institutionen zur Verfügung gestellt, teilte die Senatskulturverwaltung mit. Die Bühnen sind wegen der Pandemie seit Monaten geschlossen.

Für Konzerte in der Waldbühne werden jetzt schon Karten verkauft. Star-Dirigent Daniel Barenboim will mit seinem West-Eastern Divan Orchestra am 14. August dort auftreten.