Frank Zander besucht die diakonische Weihnachtsfeier für Obdachlose auf dem Helmholtzplatz und rückt mit Sohn Marcus (li.) und 300 Schoko-Weihnachtsmännern an.
Frank Zander besucht die diakonische Weihnachtsfeier für Obdachlose auf dem Helmholtzplatz und rückt mit Sohn Marcus (li.) und 300 Schoko-Weihnachtsmännern an. Gerd Engelsmann

Es ist eine gute Tradition. Alle Jahre wieder richtet Frank Zander (80) eine Weihnachtsfeier für die Obdachlosen der Stadt mit leckerem Essen aus. Doch an diesem Mittwoch wird der Spieß umgedreht. Als Dankeschön haben  Obdachlose nun den Sänger zu ihrer Weihnachtsfeier in die Beratungsstätte für Bedürftige der Diakonie in Prenzlauer Berg eingeladen. Und Zander kommt nicht allein. 300 Weihnachtsmänner hat er dabei.

Schon am frühen Morgen war der Sänger mit Sohn Marcus unterwegs. Noch schnell einen Abstecher zur Metro, wo Frankie 300 Schoko-Weihnachtsmänner und noch andere Kleinigkeiten besorgte, bevor es am Nachmittag zur Feier geht. „Ja, dieses Mal bin ich der Gast, wurde von der Diakonie zur der Weihnachtsfeier mit Obdachlosen eingeladen. Da will ich doch nicht mit leeren Händen kommen“, sagt Zander dem KURIER.

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Frank Zander: „Menschliche Wärme in kalten Zeiten zu geben, ist für mich das wichtigste Anliegen“

Frank Zander spricht auf der Weihnachtsfeier mit Obdachlosen, hört sich ihre Probleme an.
Frank Zander spricht auf der Weihnachtsfeier mit Obdachlosen, hört sich ihre Probleme an. Gerd Engelsmann

Die „Tagestätte Sozialprojekt“ für Bedürftige in Prenzlauer Berg: Täglich kommen dort etwa 100 Obdachlose in die Beratungsstelle, erhalten kostenloses Frühstück und Mittag. Ihre Weihnachtsfeier findet vor dem Nachbarschaftshaus am Helmholtzplatz statt, mit Wiener Würstchen, Kartoffelsalat und Getränken.

Zander, der seit Jahren das Projekt unterstützt, war gegen 15 Uhr als Gast da, um mit den Obdachlosen zu feiern und mit ihnen über ihre Sorgen zu sprechen. „Menschliche Wärme in kalten Zeiten zu geben, ist für mich das wichtigste Anliegen“, sagt er.

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Das gehört mit dazu - ein Selfie mit Frank Zander.
Das gehört mit dazu - ein Selfie mit Frank Zander. dpa/Jens Kalaene

Nächste Woche gehen dann seine Weihnachtsbescherungen für die Obdachlosen los. Da wegen Corona sein legendäres Gänseessen im Estrel pausieren muss, ist Zander mit seinem Foodtruck der Caritas unterwegs. Vom 19. bis 22. Dezember macht er Station in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Wilmersdorf.

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Mit Promis wie Franziska Giffey, Kai Wegner, Dietmar Woidke, Henry Maske, Knorkator oder Karin Karrenbauer wird Zander Bedürftigen Wildgulasch mit Böhmischen Knödeln und erstmal auch ein vegetarisches Gericht servieren. „Ich hoffe, dass 2023  wieder die Feier im Hotel Estrel stattfindet“, sagt Zander, der gerade zum zweiten Mal das Bundesverdienstkreuz bekam. „Die  Auszeichnung hilft, dass wir  nun  Spenden auch von den ganz Großen bekommen.“