Eichhörnchen fühlen sich in Städten besonders wohl: Tausende leben hier. Thomas Uhlemann

Wieselflink kreiseln sie die Bäume nach oben, hoppeln über die Straße, lassen sich auch in den Parks nicht von den Menschen irritieren. Eichhörnchen fühlen sich in der Stadt wohl. In der Stadt gibt es genug Futter – und die Menschen sind ihnen wohlgesonnen. Sogar so sehr, dass es genug Helfer gibt, die sich um Eichhörnchen in Not kümmern.

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Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Wasser: Zwölf junge Eichhörnchen päppelt Elena Becker, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins Eichhörnchen Notruf, in ihrer Eichhörnchen-Notaufnahmestelle in Steglitz-Zehlendorf derzeit auf.

Tierärztin Elena Becker versorgt ein junges Eichhörnchen in ihrem Haus. dpa/Skolimowska

Die kleinen Tiere haben zum Beispiel ein Schädel-Hirn-Trauma, eine Lungenentzündung, einen Katzenbiss oder Parasitenbefall. Erst nachdem ihre Therapie angeschlagen hat, können sie in der Regel mit zwölf Wochen wieder in die Freiheit entlassen werden.

Eichhörnchen: Die Jungtiersaison geht von März bis Oktober

Vermittelt werden Becker die Eichhörnchen über das Service-Telefon ihrer Organisation. Das ganze Jahr über landen Tiere bei ihr, vor allem jedoch in der Jungtiersaison von März bis Oktober.

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Ein Jungtier wird gefüttert: Überall in Deutschland gibt es Hilfe für Eichhörnchen, wie hier in Verden durch die Tierärztin Julia Lenz. epd/Sell

„Die Eichhörnchen ziehen sich viel in die Städte zurück“, sagt Becker. Dies liege einerseits daran, dass in Brandenburg viele Flächen landwirtschaftlich genutzt würden, andererseits daran, dass es fast nur noch Wälder mit Monokulturen gebe. In den Städten würden die Nagetiere dann oft zum Beispiel von Autos angefahren oder von Katzen gebissen.

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Verletzte Eichhörnchen sollte man nicht selbst aufpäppeln

„Viele wollen versuchen, das Eichhörnchen selbst zu päppeln“, sagt Becker, dies gehe meist aber auf Kosten der Tiere. Sie appelliert deshalb, im Fall eines in Not geratenen Eichhörnchens ihre Organisation anzurufen. Über 300 Notaufnahmestellen gebe es bundesweit und rund 20 in Berlin. Das deutschlandweite Notruf-Telefon: Tel. 0700/200 200 12.