Die Schauspieler Alexander Scheer und Meltem Kaptan beim Nominiertenabend für die Lolas in Berlin imago/Eventpress Golejewski

Draußen schwül-warm, drinnen drückend wie in der Sauna. Beim Aufgalopp der Nominierten für den Deutschen Filmpreis in einem angesagten Mitte-Restaurant gab es trotz hoher Temperaturen viel Körperkontakt.

Nach Jahren der pandemiebedingten Zurückhaltung durften die Nominierten für den Deutschen Filmpreis endlich wieder gemeinsam über einen roten Teppich spazieren. Tat das gut! Der Nominiertenabend ist ja immer so etwas wie die Familienausgabe der Lola-Verleihung, die dieses Jahr am 24. Juni stattfindet. Und irgendwie sind sie ja auch alle schon Sieger, die 120 Filmkünstler, die jetzt im Bite by RitterRichard in der Rosenthaler Straße vorbeischauten. Denn allein für die Nominierung gibt es bis zu 250.000 Euro.

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Auch Nilam Farooq erschien beim Nominiertenabend für die Lolas in Berlin. imago/Eventpress Golejewski

Dieses Jahr ist es besonders spannend, weil Schauspielerin Alexandra Maria Lara und Regisseur Florian Gallenberger ihren Einstand als Präsidenten der Deutschen Filmakademie feiern. Und beide tauchten natürlich auch im Bite auf. Mit dabei waren die Macher und Darsteller der gefeierten Filme „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ (zehn Nominierungen) und „Lieber Thomas“, eines Biopics über den 2001 verstorbenen DDR-Poeten Thomas Brasch (zwölf Nominierungen).

Kuschelanfall beim Aufgalopp für die Lolas

Einen regelrechten Kuschelanfall mimten die „Rabiye Kurnaz“-Darsteller Meltem Kaptan (nominiert für die beste weibliche Hauptrolle) und Alexander Scheer (beste männliche Nebenrolle) im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Die beiden verstehen sich offensichtlich prima und hatten auf dem roten Teppich im Innenhof des Restaurants viel Spaß miteinander.

Akademie-Präsidentin Alexandra Maria Lara und ihr Mann und Kollege Sam Riley beim Lola-Nominiertenabend in Berlin imago/Frederic Kern

Scheer sagte, dass es schön sei, mit den nominierten Kolleginnen und Kollegen endlich wieder zusammenzukommen. Der Schauspieler ist ja ein alter Hase, was den Filmpreis angeht. Eine der begehrten Lolas bekam er 2019 in der Kategorie „Beste männliche Hauptrolle“ für seinen überragenden Auftritt als DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann im Film „Gundermann“ von Andreas Dresen. Dresen führte auch beim jetzt nominierten Film „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ Regie.

Beim Aufgalopp für die Lolas erschienen viele Filmstars

Einer, der bereits eine Lola sicher hat, war ebenfalls beim Nominiertenabend in Mitte zugegen: Jürgen Jürges. Der 81-jährige Kameramann („Die Venusfalle“, „John Rabe“) erhält den diesjährigen Ehrenpreis. Jürges erinnert sich im KURIER an den Anruf der Akademie, was in etwa so ist, als würde das Nobelpreis-Komitee durchklingeln, und schwor, dass er ohne vorbereitete Rede nicht vors Mikrophon treten würde. Na hoffentlich vergisst er nicht, wie einst ein berühmter Kollege von ihm, seinen Spickzettel auf der Funkturm-Toilette. Ist alles schon vorgekommen.

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Ebenfalls im Bite anwesend waren die Schauspielerinnen und Schauspieler Saskia Rosendahl (bauchfrei und in schwarzer Glitter-Hose), Godehard Giese (mit Krawatte über dem heraushängenden Hemd, ohne Jackett), die hochschwangere Marleen Lohse, Albrecht Schuch (mit Friedenstauben-Sticker), Farba Dieng und Nilam Farooq, außerdem Jytte-Merle Böhrnsen (in einem umwerfenden schwarzen Dreiteiler) und Aleksandar Jovanovic. Von den Akademie-Offiziellen erschienen neben Alexandra Maria Lara und Florian Gallenberger unter anderem Anne Leppin, Maria Köpf und Benjamin Herrmann.

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