Es muss ja nicht immer gleich der Einsatz als Superman sein. Wie hier bei einer Aufräumaktion in Indonesien.
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Der Bürgergarten „Helle Oase“ In Hellersdorf sucht Menschen, die „gerne Dinge wieder ganz zaubern“, ehrenamtlich Engagierte im Repariercafé also. In Hobrechtsfelde bei Pankow brauchen sie Hilfe auf dem Pferdehof – beim Misten und Bauen von Insektenhotels als natürlichen Witterungsschutz für die Ponys. Und gleich ganze Gruppen können sich bei einem Pflegeeinsatz in einem Biotop in der Wuhlheide nützlich machen.

Viele Menschen in der Stadt wollen sich für Natur und Umweltschutz engagieren und in der Tat braucht es auch viele helfende Hände. Nur finden Angebot und Nachfrage nicht immer optimal und schnell zusammen. Deswegen hat die Stiftung Naturschutz Berlin ein neues Ehrenamtsportal ins Leben gerufen. Auf www.freiwillickgruen.de
finden Naturfreunde eine passende Betätigung und können Organisationen und Einrichtungen ihren Bedarf öffentlich machen.

Müllsammeln im Treptower Park? Kröten zählen am See nebenan? Was gibt es wo zu tun? Wer sich ehrenamtlich für Berlins Naturschutz engagieren will, hatte bisher viele verschiedene Anlaufstellen. Doch in ganz Berlin gab es bisher keine ausschließlich auf den Natur- & Umweltschutz ausgerichtete zentrale und verbandsunabhängige Freiwilligenagentur.

Mit dem Start der Koordinierungsstelle Ehrenamt im Natur- und Umweltschutz stellt die Stiftung Naturschutz Berlin ein Serviceangebot für Ehrenamtliche ebenso wie für Berliner Naturschutzeinrichtungen bereit. Vermittelt werden Einsätze von kurzer oder längerfristiger Dauer. Mit wenigen Klicks findet sich über die Homepage www.freiwillickgruen.de das passgenaue Angebote.

Die Ehrenamtsbörse versteht sich als Ergänzung zu den Angeboten des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) für Menschen zwischen 16 und 26 Jahren und des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD) für Erwachsene ab 25 Jahren, die ebenfalls von der Stiftung Naturschutz koordiniert und an Freiwillige vermittelt werden. Oft ist die gesetzliche Mindestdauer von sechs Monaten oder die wöchentliche Mindesteinsatzzeit von 20,5 h (ÖBFD) bzw. 39 h (FÖJ) ein Grund dafür, nicht an einem Freiwilligendienst teilnehmen zu können. Diese Lücke möchte die Stiftung Naturschutz Berlin mit Hilfe der Koordinierungsstelle Ehrenamt im Natur- und Umweltschutz schließen.