Die Kirschen blühen schon, der Sommer lässt aber auf sich warten. Stattdessen gibt es in ganz Deutschland Regen-Fluten. dpa/Jörg Carstensen

Auch die Berliner freuten sich am Muttertag und am Montag über einen wahren Blitz-Sommer: Nachdem es Ende der vergangenen Woche noch Schneeregen gab, explodierte die Temperaturanzeige am Thermometer förmlich. Petrus knipste die Warmluft-Düse an, brachte auch die Menschen in der Hauptstadt kräftig ins Schwitzen. Doch der Blitz-Sommer soll ein Blitz-Sommer bleiben: In den kommenden Tagen drohen wieder Kälte, Regen, sogar Schnee!

Denn: „Das Tief Hubertus schiebt langsam seine Kaltfront ins Land, im Osten Deutschlands bleibt es nochmal richtig warm, aber aus dem Westen kommt es kühler“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In Westdeutschland seien schon am Morgen die ersten Wolken mit Regenschauern angekommen. In den östlichen Bundesländern bleibe es zunächst freundlich, die Temperaturen steigen weiter auf bis zu 30 Grad. „Aber zum Abend kommt die Kaltfront auch hier im Osten an. Wir müssen zum Teil mit Unwettern rechnen, Starkregen, Sturmböen und Hagel.“

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Ab Mittwoch gibt's überall Wolken und starke Regenfälle

Der Dienstag startet dann mit 16 Grad milder, der Tag wird freundlich, aber vor allem über Westdeutschland hängen wieder Wolken, die viel Regen mit sich bringen – am Abend gibt es dann auch im Osten immer wieder Schauer, auch wenn die Temperaturen mit etwa 27 Grad hoch bleiben. Am Mittwoch dann erneut viele Wolken, auch im Osten und Nordosten gibt es kräftige Schauer und Gewitter.

Der neueste Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Und der Herrentag? „Da wird es im Nordosten teilweise etwas freundlich, aber im Rest des Landes gibt es viele Wolken und immer wieder kräftigen Regen“, sagt Jung. In den Alpen kann es dann sogar noch einmal schneien. Die Regenmenge, die uns in den kommenden Tagen droht, ist nach den trockenen Monaten eine Wohltat, zumindest für die Natur. Jung prognostiziert 60 bis 90 Liter pro Quadratmeter im Süden, 50 Liter im Westen, 40 im Norden. „Da stehen uns bis Freitag nasse Zeiten bevor“, sagt er.

Dass es noch einmal eine Hitzewelle gibt, scheint im Mai übrigens ausgeschlossen: Deutschlandweit soll es im restlichen Mai nass bleiben, die Temperaturen pendeln sich bei etwa 15 Grad ein. Der echte Sommer muss also scheinbar noch etwas warten. „Der Wonnemonat Mai zeigt sich sehr wahrscheinlich nicht wirklich wonnig. Das war am Sonntag wohl in der Tat der einzige gesamtdeutsche schöne Sommertag im Monat Mai, danach geht es relativ wechselhaft weiter“, sagt Jung.