Ansgar Oberholz moderiert den neuen Podcast. Foto: Liganova

Berlin - Die MacBook-Boheme und die Bionade-Bourgeoisie gingen jahrelang bei ihm ein und aus. Wer im Café St. Oberholz von Ansgar Oberholz am Rosenthaler Platz seinen Latte schlürfte und gleichzeitig konzentriert-verträumt auf dem Laptop herumklimperte, konnte sich – zumindest Mitte der Nullerjahre – getrost zu den digitalen Pionieren Berlins zählen.

Oberholz, der nicht fertig studierter Physiker, Mathematiker, Informatiker und Kiez-Philosoph ist, hat das Coworking-Space-Projekt zwar nicht begraben. Inzwischen berät er aber auch Konzerne wie Daimler und Bertelsmann. Und er interessiert sich für Prominenz. Zumindest für solche, die sich in und für Berlin engagiert.

Da passt es doch wunderbar, dass das Sony Center zu seinem 20-jährigen Jubiläum den Podcast „What’s next, Berlin?“ mit Oberholz als Moderator gestartet hat (immer dienstags auf iTunes, Spotify, Soundcloud und Deezer).

Gleich in der ersten Folge traf er die Kuratorin und Galeristin Yasha Young  (Urban Nation Museum). In erster Linie ging es um die Bedeutung von Kunst und Kultur im Zusammenspiel mit der Wirtschaft, um die Innovationskraft der Hauptstadt und um ihre heimlichen Trends. Young sagte: „Ich hoffte, [...] Berlin würde einen Weg finden, um nicht nur die verrückte Partystadt zu sein, die zwar Möglichkeiten hat, aber nicht wirklich. Und einen Weg finden, dieser Ort der enormen Veränderung, der unglaublichen Verantwortung für die Kultur und die Menschen, die dort leben, und der unglaublichen Innovation zu sein."

Ex-Musik-Manager und Motor FM-Gründer Tim Renner will sich demnächst auch noch einschalten. Ein Muss für Berlin-Fans.