Bundespolizisten stehen am Mittwoch am Berliner Flughafen BER vor Klimaschutz-Aktivisten der Initiative „Aufstand der letzten Generation“, die eine Zufahrt blockieren.
Bundespolizisten stehen am Mittwoch am Berliner Flughafen BER vor Klimaschutz-Aktivisten der Initiative „Aufstand der letzten Generation“, die eine Zufahrt blockieren. dpa/Zinken

Sie wollen es nicht lassen, obwohl ihnen inzwischen drakonische Strafen drohen. Klima-Chaoten haben am Mittwoch Flughäfen besetzt. Ihre Masche kam einigen bekannt vor.

An den Flughäfen Berlin, München und Frankfurt haben Klimaaktivisten der Initiative „Letzte Generation“ wieder gegen Lebensmittelverschwendung und für eine konsequentere Klimapolitik protestiert.

In Berlin lief die Aktion wie immer ab, verpuffte aber relativ schnell: Die Straßenblockade der Klimaschutz-Demonstranten am Hauptstadt-Flughafen BER blieb ohne größere Auswirkungen. Vier Männer und Frauen klebten sich am frühen Morgen auf einer Zufahrtsstraße fest, wie ein Polizeisprecher sagte.

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Die Blockade sei aber letztlich gescheitert, weil der Verkehr von der Polizei umgeleitet wurde. Die Demonstranten wurden noch am Vormittag von der Straße abgelöst. Auf Fotos der Klimaschutz-Initiative „Aufstand der letzten Generation“, die seit Januar in Berlin immer wieder Autobahnausfahrten blockiert hatte, waren die vier Blockierer auf einer auto- und staufreien Zufahrtsstraße zu sehen.

Die Klima-Chaoten wurden mit auf die Polizeiwache genommen

Auch in München gab es Proteste: In der bayerischen Landeshauptstadt klebten sich acht Aktivisten auf der Straße an und blockierten damit an zwei Stellen Zufahrtsstraßen zum Frachtbereich, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich allerdings in Grenzen: Beide Blockaden ließen sich laut Polizei relativ leicht umfahren. Sie wurden mithilfe von Rettungsdienst und Feuerwehr bis etwa 9.30 Uhr aufgelöst. Die Aktivisten wurden mit auf die Wache genommen. Gegen sie werden Ermittlungsverfahren wegen Nötigung eingeleitet.

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In der hessischen Großstadt Frankfurt am Main blockierten sechs Aktivisten eine Zufahrtsstraße zum Cargo-Bereich des Airports. Dabei hielten sie Banner mit der Aufschrift „Essen retten, Leben retten“ hoch. Eine weitere Protestaktion wurde nach Angaben der Aktivisten von der Polizei verhindert. Es gebe weitere Aktionen rund um den Frankfurter Flughafen, etwa auf den Zubringerstraßen und Kreuzungen, sagte ein Polizeisprecher. „Dadurch kommt es zu Verkehrsbehinderungen.“