In einem Impfzentrum erhält ein älterer Mann eine Spritze mit dem Impfstoff von Novavax. dpa/Fricke

Ein Ansturm sieht anders aus. Schlappe 200 Leute haben bisher Termine für eine Novavax-Impfung gebucht. Der US-Impfstoff wird jetzt auch in Berlin gespritzt.

In Berlin haben am Montag die ersten den neuen Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax bekommen. Ein Sprecher des Deutschen Rotem Kreuzes (DRK) sagte, allein im Impfzentrum Tegel hätten Interessierte für Montag ab 14 Uhr rund 200 Termine gebucht. Er sprach von einem vielversprechenden Start. Was angesichts der geringen Zahl ein wenig karikaturistisch anmutet.

Man hoffe nun, dass noch mehr Menschen auf die neue Möglichkeit aufmerksam werden und das Impfangebot auch nutzen. Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin der Malteser, die die Drive-in-Impfstelle in Lichtenberg betreiben. Alle verfügbaren Termine für den ersten Impftag seien gebucht worden. Fragt sich, warum Berlin bloß so wenige Termine freigeschaltet hat. Immerhin sind knapp 23 Prozent der Berliner immer noch ungeimpft.

Novavax wird in den Impfstellen des Landes Berlin in Tegel und im Drive-in Lichtenberg angeboten

Das Vakzin Nuvaxovid ist ein sogenannter Tot- oder Proteinimpfstoff. Es basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben. Die Hoffnung ist, dass diese sich nunmehr mit Nuvaxovid gegen Corona impfen lassen.

Das neue Vakzin von Novavax wird in den Impfstellen des Landes Berlin in Tegel und im Drive-in Lichtenberg angeboten. Etwa die Hälfte der zunächst 63.000 Impfdosen, die Berlin erhalten sollte, sind dort eingeplant. Die Betreiber empfehlen, nach Möglichkeit vorher Termine zu buchen. Die andere Hälfte der fraglichen Impfdosen verteilt sich auf andere Stellen wie Haus- und Facharztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser.

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