Friedrich Mücke und Arno Funke alias Dagobert. Die Geschichte des Ganoven wird zur Serie. dpa

Dass die Geschichte des Berliner Kaufhauserpressers Dagobert verfilmt wird, wissen wir seit mehr als einem halben Jahr. Jetzt ist auch klar, wer die tragende Rolle in der Miniserie spielt: Friedrich Mücke.

Seine darstellerischen Mittel sind begrenzt und er gehört nicht unbedingt zu den filigranen und kreativen Kollegen seiner Branche, aber Friedrich Mücke (40, „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“) ist zumindest eins: witzig. Das könnte dem früheren Münchner Volkstheater-Schauspieler mit Berliner Wurzeln bei Zuschauern Pluspunkte einbringen.

Die braucht er mit Sicherheit, wenn die sechsteilige Mini-Serie „Ich bin Dagobert“ an den Start geht. Denn wer zuschaut, weiß genau, wer der eigentliche Star ist, da sind die Darsteller fast schon egal: Es geht um einen der gewieftesten Schelmen-Gauner, den Berlin je hervorgebracht hat.

Dagobert legte Bomben, erpresste Kaufhäuser und er narrte die Polizei

Arno Funke alias Dagobert legte Bomben, erpresste Kaufhäuser, und er narrte die Polizei wie kein anderer Ganove vor ihm. Das Ganze fand Anfang der 1990-Jahre statt, und ganz Deutschland wurde jahrelang von einem nie gekannten Medienhype erfasst, einem Hype um die Jagd nach dem Mann hinter der Entenmaske.

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Nicht wenige feierten Funke als deutschen Robin Hood und sympathisierten mit ihm. Die ermittelnde Polizei, die von dem Gauner immer wieder trickreich reingelegt wurde, blamierte sich ein ums andere Mal.

Jetzt also kommt diese Geschichte als Miniserie auf den Markt. Die Regie hat Hannu Salonen übernommen, gedreht wird nach den Büchern von Ronny Schalk. Und: Mit dabei ist, wie gesagt, Friedrich Mücke, außerdem übernehmen Mišel Matičević, Svenja Jung, Hendrik Heutmann und Aurel Manthei Rollen. Kameramann ist Felix Cramer. Beruhigend: Der 71-jährige Arno Funke ist als Berater dabei.

Dagobert ist als Berater mit an Bord

Gefördert wird das Projekt übrigens vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Die Filmförderanstalt hat allein 2021 eine Fördersumme von insgesamt 44,8 Mio. Euro ausgeschüttet. Das ist Rekord.

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Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus bilanzierte: „Ein weiteres Jahr der Pandemie liegt hinter uns, und die Herausforderungen für die Filmbranche sind groß. Doch es läuft gut für den deutschen Film- und Serienstandort Nr. 1! Die Produktion läuft auf Hochtouren und der weltweite Bedarf an Filmen und Serien ‚Made in Berlin-Brandenburg‘ ist enorm. Und so starten wir mit neuen Stoffen, großem Kino und High-End Serien und einer Fördersumme iHv 8,4 Mio. Euro in die Drehsaison 2022.“

Übrigens, auch der gerade vom Amtsgericht verurteilte Kida Khodr Ramadan bekommt für sein Projekt „Der Trakt“ Fördergelder vom Medienboard. Bei dieser Serie stehen Jasmin Tabatabai, Frederick Lau, Ludwig Trepte und Veysel Gelin vor der Kamera.

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